Küchenkonjunktur
Der Juni verbessert den Schnitt
Im Zuge der gestrigen Wirtschaftskonferenz des VDM wurden auch die Halbjahresbilanzen für die Küchenbranche öffentlich. Demnach stieg der Umsatz mit Küchenmöbeln im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,81 Prozent
Im Zuge der gestrigen Wirtschaftskonferenz des VDM wurden auch die Halbjahresbilanzen für die Küchenbranche öffentlich. Demnach stieg der Umsatz mit Küchenmöbeln im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,81 Prozent – im Inland sogar um sagenhafte 21,11 Prozent, während das Ausland um 2,97 Prozent zulegte. Wie bereits im Mai ist hier insbesondere das stark schwankende Vorjahr, in diesem Fall der extreme Ausschlag im Juni 2019 mit einem Minus von 12,65 Prozent, zu berücksichtigen. Gleichwohl signalisiert der Anstieg ebenso, dass die Küchenkonjunktur wieder anzieht.
Für das erste Halbjahr liegt der Umsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie bei rund 2,5 Mrd. Euro und damit um 2,28 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Das Inland weist dabei ein leichtes Plus von 0,46 Prozent auf, das Ausland ein Minus von 6,12 Prozent (innerhalb der Eurozone -6,64 %).
Positive Signale für den weiteren Umsatzverlauf liefert zudem das Auftragspanel des VdDK, denn der Juli zeigt ein Plus von 25,95 Prozent (Inland: 27,93%, Ausland 23,30%). Die Küchenbranche scheint das im Frühjahr verlorene Terrain also schnell wieder aufzuholen.
Im Ausland sorgte vor allem der stärkste Markt Frankreich mit -17,9 Prozent im ersten Halbjahr für starke Einbußen. Die Niederlande an zweiter Stelle verzeichneten gleichzeitig einen Zuwachs von 4,6 Prozent. Negativ waren auch Österreich (-7,5%) und Belgien (-11,6%), die Schweiz (-5,5%) und vor allem Großbritannien (-28,2%). China konnte auf Platz 7 hingegen mit 29,9 Prozent wieder zulegen, während Spanien und USA wiederum zweistellig verloren.

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