Egger
Zuversicht trotz Umsatzrückgang
Auch Egger bleibt von den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschont. So lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 bei 1,5 Milliarden Euro. Wenn es im Vorjahr auch noch 1,64
Auch Egger bleibt von den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschont. So lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 bei 1,5 Milliarden Euro. Wenn es im Vorjahr auch noch 1,64 Milliarden Euro waren, ist man bei Egger nicht unzufrieden, da 2008/2009 das zweitbeste Jahr der Firmengeschichte darstellt. Wobei die Mitarbeiterzahl von 5.700 (2007/2008) auf 5.500 zurückging.
"Für uns war es wichtig, rasch Maßnahmen zu ergreifen, um Egger auf das neue Marktumfeld einzustellen. Wir haben das durch Kapazitätsanpassungen, Reduktion der fixen und variablen Kosten sowie eine noch stärkere Marktfokussierung erreicht", erläutert Thomas Leissing, zuständig für Finanzen, Verwaltung und Logistik der Egger Gruppe und Sprecher der Gruppenleitung. "Deshalb sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet."
Der Holzwerkstoff-Produzent erwirtschaftete mehr als zwei Drittel des Umsatzes (70,1 Prozent) im abgelaufenen Geschäftsjahr in West-Europa. Auf Ost-Europa entfallen 26,6 Prozent des Umsatzes, auf Übersee 3,3 Prozent.
Die wichtigsten Kundengruppen sind mit 46 Prozent Umsatzanteil der Holzfachhandel, der das verarbeitende Handwerk beliefert, die Möbelindustrie mit einem Anteil von ebenfalls 46 Prozent sowie Baumärkte und DIY-Geschäfte, die 8 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Wie die Statistik des EPF (European Panel Federation) zeigt, ging der Verbrauch von Span-, MDF- und OSB-Platten im Jahr 2008 deutlich zurück. Bei Spanplatten betrug der Rückgang 10,5 Prozent, bei MDF waren es – 8,4 Prozent und bei OSB – 9 Prozent. Damit gingen auch die am Markt erzielbaren Preise zurück, was sich auf den Umsatz von Egger ausgewirkt hat. Nach dem Allzeithoch im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden die Ergebnis- und Cash-flow-Margen belastet. Die geringere Auslastung führte zu einer negativen Fixkostendegression, zudem drückten die hohen Leimkosten die Margen. Bei den variablen Kosten wirkten sich die im Herbst ergriffenen Maßnahmen zur Kapazitäts- und Kostenanpassung positiv aus.
"In Summe können wir feststellen, dass Egger in der momentanen Weltwirtschaftslage eine solide Ergebnisstruktur sowie eine starke Bilanz- und Finanzsituation vorweisen kann", betont Leissing.

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