Sommerlad

Widerstände in Fulda

So grün, wie es zuerst schien, leuchtet es für Sommerlads Umzug von Petersberg nach Künzell wohl doch noch nicht. Denn gegen die Neubau-Pläne regt sich in der Politik massiver Widerstand,

So grün, wie es zuerst schien, leuchtet es für Sommerlads Umzug von Petersberg nach Künzell wohl doch noch nicht. Denn gegen die Neubau-Pläne regt sich in der Politik massiver Widerstand, wie die Fuldaer Zeitung letzte Woche fast täglich berichtete.
Besonders gewichtig ist die ablehnende Haltung von Landrat Bernd Woide: Als CDU-Fraktionschef in der Regionalversammlung lehne er ein Großmöbelhaus ab, da es schon zu viel Handelsfläche in der Stadtregion gebe und Fulda, Petersberg, Künzell und Eichenzell 2010 vereinbart hätten, das Areal an der A 7 für Industrie und Gewerbe und nicht für großflächigen Einzelhandel zu nutzen.
Dazu empört sich laut Fuldaer Zeitung FDP-Kreischef Jürgen Lenders: "Ich empfinde es als Erpressung, wenn Sommerlad seine alten Flächen kündigt und nun grünes Licht für seinen Neubau verlangt. So kann man mit der Politik nicht umgehen. Der Politik einen Stock hinhalten, über den sie dann springen muss – so geht es nicht. Sommerlad musste wissen, was an der A 7 möglich ist und was nicht."
Ebenso unklar ist die erneute Nutzung der bisherigen Sommerlad-Fläche in Petersberg durch ein anderes Möbelhaus. Hierzu hatte Uwe Kutsch, Sprecher der Familie Link als Eigentümer der Immobilie offenbart, dass es bereits einen rechtsgültigen Mietvertrag mit dem neuen, nicht genannten Anbieter gibt – und zwar für einen Großteil der 19800 Quadratmeter Verkaufsfläche, die Sommerlad heute nutzt. Dieser würde ab Anfang 2016 in Kraft treten. Gerade diese zusätzliche Möbelfläche (neben denen der Platzhirsche Buhl und Sommerlad) wird nun zum Stein des Anstoßes. Doch selbst wenn der Mietvertrag nicht vorläge, so die Meinung Kutschs, hätte die Politik davon ausgehen müssen, dass an dem Standort auch nach dem Auszug von Sommerlad weiter Möbel verkauft würden, denn laut Walter Link: "Der Bebauungsplan erlaubt uns nur den Verkauf von Möbeln."