Alno
Wellmann-Betriebsrat akzeptiert Rahmeninteressenausgleich nicht
Dass bei Alno ein Stellenabbau geplant ist, ist bekannt. Darüber hat die Geschäftsleitung auch bereits mit dem Konzernbetriebsrat verhandelt und einen Rahmeninteressenausgleich vereinbart. Diesen will der Wellmann-Betriebsrat nun aber nicht
Dass bei Alno ein Stellenabbau geplant ist, ist bekannt. Darüber hat die Geschäftsleitung auch bereits mit dem Konzernbetriebsrat verhandelt und einen Rahmeninteressenausgleich vereinbart. Diesen will der Wellmann-Betriebsrat nun aber nicht akzeptieren. Wie das „Westfalen-Blatt“ berichtet, hat er beim Arbeitsgericht Ulm einen Antrag auf Annullierung des Rahmeninteressenausgleichs gestellt. Grund ist, dass der Betriebsrat selbst über diesen Ausgleich verhandeln will.
Wie die Zeitung berichtet, haben Geschäftsleitung und Konzernbetriebsrat vereinbart, dass sowohl im administrativen als auch im Leitungsbereich Stellen abgebaut werden soll. „Wie viele, wurde nicht verhandelt. Das obliegt den Betriebsräten vor Ort“, zitiert das Blatt Sprecher Jürgen Schulze-Ferebee. Die Arbeitnehmervertretungen für Pfullendorf und Coswig seien inzwischen in Verhandlungen eingetreten. Für Pfullendorf werden die Ergebnisse laut der Zeitung am 27. Oktober verkündet. „In Coswig sind wir auch auf einem guten Weg, in Enger allerdings bisher auf gar keinem, denn der Betriebsrat vor Ort hat seit Juli alle Angebote zu Verhandlungen und Gesprächen verweigert“, so Jürgen Schulze-Ferebee.
Zudem hat der Wellmann-Betriebsrat einen Antrag auf Annullierung des Rahmeninteressenausgleichs beim Arbeitsgericht Ulm gestellt. „Das ist rechtlich eine sehr komplexe Sache. Und bevor etwas entschieden wird, muss abgeklärt werden, ob der örtliche Betriebsrat oder aber der des Konzerns in dieser Frage überhaupt zuständig ist“, so Frank Branka von der IG Metall gegenüber dem „Westfalen-Blatt“. Er befürchtet, dass Stellen am stärksten in der Region Enger abgebaut werden sollen. Dem widerspricht Jürgen Schulze-Ferebee. Die Alno-Geschäftsführung hat nun einen Antrag zur Errichtung einer Einigungsstelle beim Arbeitsgericht Herford gestellt. Diesem Antrag wurde stattgegeben, der Betriebsrat kann aber noch bis Freitag Beschwerde einlegen.

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