Schieder-Gruppe
Wachstum im Ausland
Mit einem Plus von zwei bis drei Prozent will die Schieder-Gruppe das am 31. März endende Geschäftsjahr 2004/2005 abschließen. Und bei Europas größtem Möbelanbieter geht man auch optimistisch ins folgende
Mit einem Plus von zwei bis drei Prozent will die Schieder-Gruppe das am 31. März endende Geschäftsjahr 2004/2005 abschließen. Und bei Europas größtem Möbelanbieter geht man auch optimistisch ins folgende Geschäftsjahr. 2005/2006 soll der Umsatz von 1,03 Mrd. Euro noch einmal um drei bis vier Prozent übertroffen werden. Diesem auf einer Pressekonferenz während der imm cologne vorgestellten Ziel liegen vor allem Wachstumschancen im Ausland zu Grunde. Allerdings habe man im laufenden Geschäftsjahr trotz des schwierigen Marktumfeldes auch in Deutschland zulegen können, hieß es in Köln.
Der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz der Schieder-Gruppe beträgt inzwischen 41 Prozent. Mittelfristig soll er auf 50 Prozent gesteigert werden. Umsatzsteigerungen konnten die Gruppen-Unternehmen sowohl in Westeuropa als auch Osteuropa erreichen: Großbritannien (+32 Prozent), Tschechien (+48 Prozent) und Polen (+16 Prozent) sind die herausragendsten Beispiele.
Mit gezielten Investitionen will die Gruppe ihre Position in wichtigen Märkten ausbauen. So soll noch in diesem Herbst im chinesischen Changzhou eine Polstermöbelfabrik mit einer Fläche von 50.000 qm fertig werden. Umsatzziel für 2007: 30 Mio. Euro. Geplant ist auch eine Kastenmöbelproduktion in China. Ihr Engagement auf diesem Markt unterstreicht die Gruppe auch mit einem Joint Venture mit der Red Star Furniture Group, ein Möbelhandelsunternehmen mit einer gesamten Ausstellungsfläche in China von 1,28 Mio. qm.
Ein weiteres Joint Venture hat Schieder im Dezember in Dubai abgeschlossen. Um den Markt in der Golfregion besser zu erschließen will man künftig auch auf der jährlichen Möbelmesse in Dubai vertreten sein.
In Russland, wo die Gruppe bereits eine Polstermöbelfabrik in Kaliningrad betreibt, soll im März der Grundstein für eine Kastenmöbelfertigung gelegt werden. Und zwar nicht, wie zunächst geplant in Istra bei Moskau, sondern in Kostroma, das strategisch günstig jeweils 500 km von Moskau und St. Petersburg entfernt ist. Mittelfristig sollen drei weitere Fertigungsstätten die Erschließung des russischen Marktes optimieren.
Schließlich soll auch in Westen Rumäniens, in Sighet, bis 2006 eine Polstermöbelfabrik ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird gemeinsam mit einem rumänischen Partner in der Nähe des bereits bestehenden Kastenmöbelwerks errichtet.

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