Trauer um Pierre Paulin

Der große Designer Pierre Paulin ist tot. Er starb am 13. Juni im französichen Montpellier und wurde 81 Jahre alt. 1927 in Paris geboren, studierte er später an der Kunstschule

Der große Designer Pierre Paulin ist tot. Er starb am 13. Juni im französichen Montpellier und wurde 81 Jahre alt.
1927 in Paris geboren, studierte er später an der Kunstschule Camondo. Als junger Mann ließ sich Paulin vom skandinavischen Design, Charles und Ray Eames sowie Florence Knoll inspirieren. Seine erste eigene Möbelkollektion stellte er 1953 auf der Pariser Haushaltswarenmesse vor. Den Schreibtisch "CM141", ein Klassiker mit dünnen Stahlbeinen und reduzierten Holzschubladen, hat Ligne Roset im vergangenen Jahr in einer Reedition unter dem Namen "Tanis" wieder in die Produktpalette aufgenommen.
Insgesamt war Paulin mehr als 60 Jahre kreativ. Seiner Feder entsprangen diverse Klassiker wie der "Ribbon Chair", "Little Tulip" und "Mushroom", entworfen für Artifort. Daneben arbeitete er für Magis. Er experimentierte mit Stoffen und Materialien immer mit dem Ziel, auch gleichzeitig den höchsten Sitzkomfort zu garantieren. Gemeinsam mit Kho Liang Ie und Geoffrey Harcourt entwickelte er ganz neue Designmethoden. Die Entwürfe Paulins sind geprägt von einer skulpturalen Gestaltung. Für sie wurde er weltweit mit zahlreichen Preisen wie dem "Chicago Design Award" oder dem "Grand Prix National de la Création Industrielle" ausgezeichnet.[page_break]
Paulin arbeitete nicht nur für Möbelhersteller, auch für Renault, Citroen, Ericsson und Allibert war der Designer tätig. Darüber hinaus gestaltete er die Räume der französischen Präsidenten Georges Pompidou und François Mitterand im Élysée-Palast von Paris. Erst spät, im Alter von 52 Jahren, gründete er sein eigenes Studio. Seine Arbeiten sind in verschiedenen großen Museen wie dem MoMa in New York oder dem Victorya & Albert Museum in London zu Hause.