Ikea
Steigt ins Hotelgeschäft ein
Ikea will offenbar eine Hotelkette aufbauen. "Wir werden in wenigen Wochen den ersten Standort für unser Budget-Hotel in Deutschland verkünden und stehen mit Hotelbetreibern in Verhandlungen, um unser Konzept zügig
Ikea will offenbar eine Hotelkette aufbauen. "Wir werden in wenigen Wochen den ersten Standort für unser Budget-Hotel in Deutschland verkünden und stehen mit Hotelbetreibern in Verhandlungen, um unser Konzept zügig umzusetzen", wird Harald Müller, Manager bei Inter Ikea, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zitiert. Ziel sei es, mit Unternehmen wie Motel One oder den Ibis Hotels konkurrieren zu können. Bereits 2013 soll der erste Standort eröffnet werden. In den folgenden Jahren werde die Kette dann auf 100 Häuser ausgebaut. Die in Brüssel ansässige Immobiliengesellschaft Inter Ikea wolle die geplante Hotelkette als alleiniger Investor in Eigenregie hochziehen. Diese solle mit einem neuen Namen ohne Bezug zu Ikea starten. Was allerdings verwundert, denn Inter Ikea hatte erst kürzlich die Ikea-Markenrechte für neun Mrd. Euro erworben (s. Online-News vom 10. August). Die Partner aus der Hotellerie sollen ihr Know-how im Tagesgeschäft einbringen und deshalb am wirtschaftlichen Erfolg des neuen Ikea-Projekts beteiligt werden. Die damit verbundenen Investitionen bezifferte Müller nicht. "Kenner des Projekts veranschlagen diesen Betrag jedoch mit mindestens 1 Milliarde Euro", heißt es in der "FAZ".
Die Budget-Design-Häuser seien in Europa das mit Abstand wachstumsträchtigste Segment im Hotelsektor, das seit Jahren durchweg zweistellige Zuwachsraten bei Buchungen und Umsatz vorweise. Wobei in Deutschland im Vergleich zu Großbritannien oder Frankreich das größte Wachstumspotential in Westeuropa zu erwarten sei.
Neben dem Hotelprojekt plant Ikea außerdem, in Studentenappartments in diversen Universitätsstädten zu investieren. Diese Objekte sollen möglichst auf den von der jeweiligen Universität gepachteten Grundstücken errichtet werden. "Wir bewirtschaften die von uns gestalteten Gebäude nur für einen befristeten Zeitraum und übergeben dann die Objekte zum symbolischen Wert von einem Euro an die Universität, die sie weiter betreiben kann", erläutert Müller das Konzept in der "FAZ".

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