XXXLutz

Standort in Marbach wird dicht gemacht

Die Lutz-Gruppe wird ihren Standort im österreichischen Marbach am 31. Oktober schließen. Grund ist der Schaden des Hochwassers im Juni. "Wir haben schon nach der Flut 2002 die Filiale wieder

Die Lutz-Gruppe wird ihren Standort im österreichischen Marbach am 31. Oktober schließen. Grund ist der Schaden des Hochwassers im Juni. "Wir haben schon nach der Flut 2002 die Filiale wieder gänzlich aufgebaut und hätten das auch heuer geplant. Doch als vergangenen Montag die gesamten Kosten auf dem Tisch lagen, kam die Entscheidung", erklärte Unternehmenssprecher Thomas Saliger gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten". So hätte der Konzern allein für die Wiederherstellung der Strom- und Haustechnik mehrere Millionen Euro zahlen müssen. Eine Summe, die letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen sei. Ein Teil der Ware sei zwar versichert gewesen, nicht aber der Gesamtschaden. "Außerdem haben wir keine Garantie, ob uns das Hochwasser nicht erneut trifft."
Für den Bürgermeister der Stadt, Anton Gruber, kommt die Schließung überraschend. "Bis zuletzt hat es geheißen, dass das Möbelhaus schöner, besser und größer werden wird", betont er. "Wir hatten für den 4. September schon eine Bauverhandlung für den Umbau anberaumt." Laut Saliger wurde auch schon über einen Wiedereröffnungstermin für Ende des Jahres diskutiert. "In der Verhandlung ist aber dann die Entscheidung zur Schließung gefallen", räumt der Lutz-Sprecher ein.
Von der Schließung sind 46 Mitarbeiter betroffen. Die neun Lehrlinge können ihre Ausbildung an den umliegenden XXXLutz-Standorten wie St. Pölten oder Amstetten fortsetzen. Für die übrigen Männer und Frauen ist ebenfalls eine Weiterbeschäftigung in anderen Filialen geplant.
Was mit dem 11.000 qm großen Lutz-Areal in Marbach passiert, ist unterdessen noch unklar. Der Konzern hatte es 2000 erworben.
Die Lutz-Gruppe betreibt in Österreich 46 XXXLutz-Häuser, 12 Mömax-Standorte und 46 Möbelix-Filialen.