Glunz
Spanplattenproduktion soll stillgelegt werden
Schock für die Mitarbeiter des ehemaligen Hornitex-Standortes Horn-Bad Meinberg: Wie die Geschäftsleitung der Glunz AG, die zum portugiesischen Konzern Sonae-Industria gehört, gestern ankündigte, soll die Spanplattenproduktion 2014 stillgelegt werden. Betroffen
Schock für die Mitarbeiter des ehemaligen Hornitex-Standortes Horn-Bad Meinberg: Wie die Geschäftsleitung der Glunz AG, die zum portugiesischen Konzern Sonae-Industria gehört, gestern ankündigte, soll die Spanplattenproduktion 2014 stillgelegt werden. Betroffen sind laut Sonae-Webseite konkret die zu Glunz gehörenden Unternehmen GHP GmbH und Tool GmbH. Damit stehen bis zu 250 Jobs auf dem Spiel.
Laut der "Lippischen Landeszeitung" sieht der Plan der Geschäftsleitung vor, ab 2014 nur noch Laminate, HPL-Schichtstoff-, Arbeitsplatten und Strom zu produzieren.
In der Lokalzeitung wird Svend Newger, betreuender Sekretär der IG Metall wie folgt zitiert: "Seit der Übernahme durch die Glunz AG gibt es hier in Horn ein Sterben auf Raten. Schon die Investitionen, tarifvertraglich fixiert, wurden von Glunz nicht getätigt, stattdessen immer wieder Arbeitsplätze abgebaut. Was jetzt hier aber im großen Stile passiert, ist eine ausgemachte Schweinerei."
Konzernweit sei in den vergangenen Jahren durch vielfältige Fehlentscheidungen der oberen Etagen immer wieder Millionen versenkt worden. Die Beschäftigten hätten nun für die Fehlentscheidungen zu bezahlen, so Newger. "Selbst für den Personalabbau will die Glunz AG kein Geld in die Hand nehmen."
In der "Lippischen Landeszeitung" wird Richard Soethe, Betriebsratsvorsitzender der Glunz AG in Horn so zitiert: "Diese Schlacht hat Glunz noch nicht gewonnen. Die Belegschaft ist durch viele Jahre Insolvenz kampferprobt und wir werden den geplanten Arbeitsplatzabbau so nicht hinnehmen."

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