Bain-Studie
Onlineverkauf für Hausgeräte nimmt durch Corona rasant zu
Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspüler werden in Corona-Zeiten bekanntlich verstärkt online gekauft. Von bisher 15 bis 20 Prozent Anteil könnte sich der Online-Absatz von Hausgeräten aufgrund des sich wandelnden Kundenverhaltens bis
Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspüler werden in Corona-Zeiten bekanntlich verstärkt online gekauft. Von bisher 15 bis 20 Prozent Anteil könnte sich der Online-Absatz von Hausgeräten aufgrund des sich wandelnden Kundenverhaltens bis 2025 weltweit auf rund 40 Prozent steigern. Diese Schlussfolgerung zieht die international agierende Unternehmensberatung Bain & Company aus ihrer Studie “Covid-19 Catapults White Goods Makers into the Digital Future”, der eine Umfrage bei 6.000 Konsumenten zugrunde liegt.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:
- Ein Viertel der weltweiten Konsumenten zeigt aktuell eine höhere Bereitschaft, Haushaltsgeräte online zu kaufen als noch vor der Corona-Krise.
- In den vergangenen fünf Jahren hat der Onlineabsatz im Schnitt um jährlich 10,5 Prozent zugelegt, im Einzelhandel hingegen weniger als 1 Prozent.
- Mehr als 45 Prozent der Konsumenten sind bereit, einen höheren Preis für ein Gerät zu zahlen, wenn zusätzliche Dienstleistungen wie etwa Reparaturen am selben Tag inbegriffen sind.
Digitale Vertriebs- und Marketingexpertise werde also künftig für alle Marktplayer entscheidend sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da mit steigendem E-Commerce-Anteil Einzelhandelsgeschäfte Marktanteile verlieren, richtet sich der Appell von Bain & Company an die Hersteller, u. a. eigene Onlineverkaufskanäle einzurichten (Direct-to-Consumer) und noch intensiver mit marktstarken E-Commerce-Plattformen zu kooperieren. Zugleih werden E-Commerce-Giganten wie beispielsweise Amazon und Alibaba zu einer dominierenden Marktmacht.
Vor allem biete jedoch die Digitalisierung in der Vermarktung neue Potenziale zur Markenbindung. So werden bisher Daten nur unzureichend für direkte Kundenkontakte eingesetzt. Lediglich 30 Prozent abonnieren im Rahmen des Kaufprozesses einen Newsletter. Gewinner der Zukunft werden sich laut Bain & Company dadurch auszeichnen, dass sie mit ihren Kunden vor, während und nach dem Kauf in Kontakt treten. Dazu zählt der Aufbau von Onlineshops in Kombination mit Flagshipstores, Straffung des Poduktangebots, sowie WLAN-vernetzte Geräte, um über Apps und „Customer-Onboarding“ langfristige Kundenbindungen zu ermöglichen und das Potenzial für Wiederholungskäufe zu erhöhen. Chancen bieten ebenso individuelle Serviceangebote, wie Reparaturen binnen 24 Stunden als wertvoller Zusatznutzen.

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