ZOW-Trend 1

Oberflächen, Kanten und Dekore

Dichter ran an den Kunden mit individuellen Lösungen auf höchstem Niveau: So lassen sich die Haupttrends der ZOW 2002, die am vergangenen Freitag in Bad Salzuflen zu Ende ging, auf

Dichter ran an den Kunden mit individuellen Lösungen auf höchstem Niveau: So lassen sich die Haupttrends der ZOW 2002, die am vergangenen Freitag in Bad Salzuflen zu Ende ging, auf den Punkt bringen. Individualität, das bedeutet beispielsweise bei den Dekordruckern die gezielte Arbeit mit Kontrasten. Dabei sind die Kombinationsmöglichkeiten beinahe unbegrenzt. So werden helle und dunkle Hölzer nicht nur in Kombination mit dem Dauerbrenner Aluminium gesehen, sondern auch in Verbindung mit Unis und Phantasiedekoren.
Bei den hellen Hölzern dominieren neben Ahorn und dem Evergreen Buche vor allem elegante Birnbaumdekore. Viele Drucker setzen bei ihren Holz-Dessins nicht mehr allein auf die schlichte Streifenoptik, sondern kehren bewusst "zurück zur Natur", was sich in einer lebendigeren Maserung mit Blumenbildern und gezielten Unebenheiten ausdrückt. Die streifige Eiche – Trendthema des vergangenen Jahres – bleibt weiterhin aktuell, allerdings teilweise in einer weniger strengen Optik sowie in farbigen Variationen.
Im Bereich der Unis prägen vor allem zurückhaltende Farben, wie Eisblau, Mint oder Wollweiß sowie warme dunkle Erdfarben die Programme der Hersteller. Kontrastierend dazu ist der Farbton Rot stark im Kommen, ebenso wie Metalltöne aller Art. Vielfach zu beobachten: Unis mit einer zarten Struktur, die erst bei näherer Betrachtung sichtbar wird und beispielsweise bei den Arbeitsplatten für bessere Pflegeeigenschaften sorgt. Ein besonders auffälliger Trend zeigt sich bei den Phantasiedekoren. Hier bieten in diesem Jahr diverse Hersteller changierende Dessins an, die je nach Blickwinkel ihre Farbe ändern. Diese mutige Idee wurde auch von den Kantenherstellern aufgegriffen, die darüber hinaus mit fluoreszierenden Dessins und auffälligen Mustern für Kontraste sorgen. Außerdem setzt sich auch hier der Alu-Trend fort, wobei im höherpreisigen Segment eine verstärkte Tendenz zu Echtmetall zu beobachten ist.
Neben den Dekoren setzen auch die Oberflächen wichtige Akzente. Diese präsentieren sich in diesem Jahr sowohl hochglänzend als auch samtig matt mit holzidentischer Haptik. Neben dem Faktor Natürlichkeit ist zudem eine Tendenz zu noch höherer Widerstandsfähigkeit und Qualität auszumachen.