Zweite "möbel kultur"-Start-up-Tour durch Berlin: Die Teilnehmer auf der Dachterrasse von Wayfair - mit bestem Blick auf die Hauptstadt.

Start-up-Feeling bei "Room in a Box".

Arbeitsatmosphäre bei Home24.

Im Vortrag von Martin Reiter, Vice President und Head of Europe Wayfair, konnte man viel Aufbruchstimmung spüren.

"Schaltzentrale" bei Wayfair.

Ein weiterer Stop: Die "Factory" am Görlitzer Park.

"Change is Good": Das Motto bei Project A.

CGI ist das Thema vom David Wischniewski (l.) und Patrick Pack von "Render that".

möbel kultur

Zweite „Start-up-Tour“ durch Berlin

Vom echten Hinterhof-Feeling bis zum inzwischen etablierten Investor, den eigentlich jedes Start-up zumindest am Anfang benötigt: Nach der Premiere 2018 hat die „möbel kultur“ nun die zweite Reise durch die digitale (Möbel)-Szene Berlins durchgeführt. Mit rund 20 Teilnehmern aus Handel und Industrie ging es als erstes zu „Room in a box“. Am Standort in einer alten Fabrikhalle ist die Gründeratmosphäre noch ganz deutlich zu spüren, inklusive dem obligatorischen Kicker-Tisch. Die Idee Möbelstücke aus Pappe zu fertigen kommt immer besser bei den Kunden an. Der Umsatz liegt inzwischen bei 1 Mio. Euro, mit Potenzial zu mehr. Zweiter Stop der „möbel kultur“-Start-up-Tour war Home 24. Hier weht heute, zehn Jahre nach Gründung, schon ein ganz anderer Wind. Kein Wunder bei insgesamt über 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 313 Mio. Euro (2018). Bei dieser Größenordnung lastet natürlich ein stärkerer Druck auf dem Unternehmen, auch weil der Aktienkurs seit der Einführung im letzten Jahr stark gefallen ist. Ebenfalls ein großer Player ist Wayfair. Das heute 8-Mrd. US-Dollar schwere Unternehmen ging bereits 2002 aus einem Start-up in Bosten (USA) hervor. Ein wichtiger Fokusmarkt ist aktuell Deutschland. Erst im Frühjahr ist Wayfair in Berlin in neue Räume in der Nähe des Alexanderplatzes umgezogen, weil es im alten Büro einfach zu eng geworden war. Im Vortrag von Martin Reiter, Vice President und Head of Europe, konnte man deshalb viel Aufbruchstimmung spüren.

In der „Factory“ Berlin wurde mehr als deutlich, wie international es in der Hauptstadt zugeht. In dem Sitz am Görlitzer Park ist eine ganz bunte Gemeinschaft aus Innovatoren und Changemakern entstanden, die sich gegenseitig unterstützen, um Neues zu schaffen, Ideen zu teilen und letztendlich vielleicht auch die Gesellschaft zu verändern. Hier finden regelmäßig Events statt, um Gleichgesinnte zusammenzubringen. Auf jeden Fall eine spannende Community. Ganz anders:  „Project A“. Allerdings war das keine Überraschung, da das Geschäftsmodell der 2012 gegründeten  Firma Operational Venture Capital ist. Das heißt „Project A“ investiert nicht nur in neue Unternehmen, sondern unterstützt diese auch operativ. Zum Schluss der informativen Tour stand noch „Render that“ auf dem Programm. Bei den Spezialisten im Bereich Computer Generated Imagery (CGI) geht es stetig bergauf. Als Kunden können die beiden Gründer David Wischniewski und Patrick Pack bereits auch einige Unternehmen aus der Möbelbranche vorweisen, wie Miele, Wayfair, Otto, Ikea oder Musterring. Insgesamt zeigte die Tour anschaulich, wie unterschiedlich die Gründerszene ist und was alles möglich ist – man muss nur anfangen.

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