Unter dem Motto „Zweite Chance“ kaufen die Schweden ab dem 1. September 2019 nach bestimmten Kriterien gebrauchte Möbel zurück.

Ikea

„Zweite Chance“ für Möbel

Auch in Deutschland möchte Ikea seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter ausbauen: Unter dem Motto „Zweite Chance“ kaufen die Schweden ab dem 1. September 2019 zunächst in fünf Pilothäusern (Berlin-Lichtenberg, Siegen, Kaarst, Hannover-Expo Park, Würzburg) nach bestimmten Kriterien gebrauchte Möbel zurück. Andere Kunden können diese dann in der Fundgrube erwerben.

„Mit diesem Service wollen wir unsere Kunden dabei unterstützen, dem wachsenden Bedürfnis nach nachhaltigem Konsum nachzukommen. Denn manchmal passt ein eigentlich noch tadelloses Möbelstück einfach nicht mehr in die neue Lebenssituation oder entspricht nicht mehr dem Geschmack“, so Armin Michaely, Nachhaltigkeitsmanager bei Ikea Deutschland.

Ikea möchte damit dazu beitragen, die Lebensdauer der Möbelstücke zu verlängern und Menschen mit kleinerem Budget noch günstigere Produkte zu bieten.

Auch der Naturschutzbund (Nabu) setzt sich dafür ein. „Heute gehen viel zu viele ausrangierte Möbel in die Verbrennung. Umso wichtiger ist ein funktionierender Gebrauchtwarenmarkt. Er setzt ein klares Zeichen gegen eine Ex-und-hopp-Mentalität und für eine längere Nutzung – davon kann die Umwelt nur profitieren“, sagt Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des Nabu.

Angelehnt an ein in der Schweiz getestetes Modell, informieren Kunden sich im Vorfeld zunächst auf dem Portal www.IKEA.de/ZweiteChance, ob ihr Möbelstück für einen Rückkauf in Frage kommt. Das Online-Portal fragt bestimmte Kriterien ab. So wird auf Grundlage der Angaben des Kunden automatisch ein unverbindlicher Preisvorschlag generiert. Entspricht der Zustand des Produkts den online gemachten Angaben, erhält der Kunde eine Guthabenkarte im Wert des Preisvorschlags. Am Weiterverkauf der gebrauchten Möbel möchte Ikea nichts verdienen.

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