HDH

Zweistelliges Umsatzplus

Die deutsche Holzindustrie konnte ihren Umsatzzuwachs im ersten Halbjahr 2011 kräftig ausbauen: Nach einem Umsatzplus von 5,8 Prozent im Jahr 2010, kletterten die Zahlen 2011 um 10,4 Prozent nach oben. So erwirtschafteten die Herstellerbetriebe16 Mrd. Euro. Allerdings ist diese Umsatzsteigerung zum Teil preisgesteuert, da der Rohstoff immer teurer wird. Trotzdem liegt die Gesamtbranche zur Mitte des Jahres 2011 fast wieder auf dem Niveau von 2008.

Die 394 Betriebe (-2,2 Prozent) mit mehr als 50 Beschäftigten im Holzgewerbe - der Holzindustrie ohne Möbelindustrie - setzten zwischen Januar und Juni 2011 insgesamt 7,3 Mrd. Euro um und damit 13,8 Prozent oder rund 800 Mio. Euro mehr als im ersten Halbjahr 2010 (6,5 Mrd. Euro). Infolge der positiven konjunkturellen Entwicklung stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 1,8 Prozent beziehungsweise um 1.000 auf rund 56.200.

Extrem positiv entwickelten sich die Sägewerke, die angesichts der gestiegenen Nachfrage aus den nachfolgenden Produktionsstufen und der deutlich steigenden Rohstoffkosten Umsatzzuwächse von 23,6 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro vermelden konnten.

Die Parkettproduzenten konnten im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich um 18,2 Prozent auf 140 Mio. Euro zulegen. Dieses Wachstum ist vor allem auf die gestiegene Nachfrage im Wohnbau zurückzuführen. Dementsprechend legten auch die zum sogenannten baunahen Bereich gehörenden Hersteller von Fertighäusern, Fenstern und Türen zu. Der Umsatz der 171 Betriebe stieg deutlich um 8,2 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Die Hersteller von Fenstern, Türen und Fassaden gehen aufgrund der Auftragslage von einem weiteren Wachstum für das zweite Halbjahr aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser in Holz-Fertigbauweise im 1. Halbjahr 2011 um 27,5 Prozent und damit so stark wie seit Jahren nicht mehr.

Allerdings machen derzeit die kontinuierlich steigenden Holzpreise den Unternehmen das Leben besonders schwer. Alleine im Jahr 2010 stieg der Preis für Schnittholz um 19 Prozent und bis Juni 2011 nochmals um weitere 8,5 Prozent. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: es sind weitere Preiserhöhungen angekündigt. Denn: "Die Waldbesitzer halten das Angebot künstlich knapp", heißt es seitens des HDH.

In der deutschen Holzindustrie sind derzeit insgesamt 152.139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 976 Unternehmen beschäftigt.

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