Ikea Frankreich

Zwei Mio. Euro Strafe für das Ausspähen von Personal und Kundschaft gefordert

Weil Ikea Frankreich jahrelang Kund:innen und Mitarbeiter:innen ausgespäht haben soll, fordert die Staatsanwaltschaft Versailles von dem Unternehmen eine Strafe von zwei Mio. Euro. Wie die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll damit eine "starke Botschaft an alle Firmen" gesendet werden. Daneben wurde für den ehemaligen Geschäftsführer, der die Politik der Bespitzelung eingeführt haben soll, sowie einen Ex-Direktor jeweils drei Jahre Haft, zwei davon auf Bewährung gefordert.

Die Angeklagten werden beschuldigt, einer privaten Sicherheitsfirma 2003 den Auftrag gegeben zu haben, vertrauliche Daten über Personal und Bewerber:innen weiterzugeben. Ebenso von Kund:innen, mit denen Ikea Frankreich im Rechtsstreit lag.

Der Konzern Ikea hatte sich von den Praktiken in Frankreich distanziert. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe erklärte Ikea Frankreich nach einer internen Ermittlung, dass Maßnahmen „nicht die Werte und die Ethik des Unternehmens respektiert haben“. Es sollten interne Reformen folgen.

 

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