Steinhoff-Prozess
Zwei Ex-Manager verurteilt
Im Prozess um die Bilanzmanipulationen beim Westersteder Möbelkonzern wurden am Landgericht Oldenburg erste Strafen verhängt. Wie “Der Spiegel” berichtet, sind am Montag zwei ehemalige Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Steinhoff Europe Group Services
Im Prozess um die Bilanzmanipulationen beim Westersteder Möbelkonzern wurden am Landgericht Oldenburg erste Strafen verhängt. Wie “Der Spiegel” berichtet, sind am Montag zwei ehemalige Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Steinhoff Europe Group Services zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ein 52-jähriger Manager erhält drei Jahre und sechs Monate für die unrichtige Darstellung in Bilanzen in zwei Fällen und für Beihilfe zum Kreditbetrug. Weil sich das Verfahren verzögerte, gilt ein Jahr als vollstreckt. Ein 64-Jähriger wurde für zwei Fälle unrichtiger Darstellung mit zwei Jahren auf Bewährung bestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Hauptbeschuldigte, der frühere CEO der Steinhoff International Holdings, die inzwischen ihren Hauptsitz in Amsterdam hat und aus Südafrika gesteuert wird, entzieht sich nach wie vor der Justiz. Die zuständige Staatsanwaltschaft Oldenburg hält sich aus ermittlungstaktischen Gründen in Bezug auf das nur ausgesetzte Verfahren gegen Markus Jooste bedeckt. Angeklagt war zudem ein Treuhändler. Das Verfahren gegen ihn wurde gegen eine Zahlung eingestellt. Die Taten, inklusive der inzwischen verjährten, hätten insgesamt Auswirkungen in Höhe von mehr als 2,3 Milliarden Euro gehabt, so die Staatsanwaltschaft in ihren Schlussvorträgen.

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