VDM

Zulieferbranche profitiert von weltweiter Nachfrage

Erzielte 2016 ein Umsatzplus von 2,4 Prozent: die deutsche Holzindustrie. Das teilte heute Ursula Geismann, Pressesprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), auf der aktuell stattfindenden Interzum in Köln mit.

Erzielte 2016 ein Umsatzplus von 2,4 Prozent: die deutsche Holzindustrie. Das teilte heute Ursula Geismann, Pressesprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), auf der aktuell stattfindenden Interzum in Köln mit. Insgesamt wurden Waren im Wert von 35 Mrd. Euro umgesetzt. Die darin enthaltene Sägewerksindustrie erzielte ein Plus in Höhe von 2,9 Prozent, gefolgt von den Herstellern von Parketttafeln mit einem Wachstum von 4,2 Prozent, den Fabrikanten von Holzverpackungen mit einer Steigerung von 5,1 Prozent und den Herstellern von Bauelementen mit einem Plus von 8 Prozent. Dagegen verzeichnete die Holzwerkstoffindustrie einen geringfügigen Umsatzrückgang um 0,8 Prozent. Die deutsche Holzindustrie beschäftigte im letzten Jahr 149.872 Arbeiter und Angestellte in 939 überwiegend mittelständischen Betrieben.

Gut lief es auch in der Kunststoffe verarbeitenden Industrie, die im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg von 3,1 Prozent erreichte. Es wurden Waren im Wert von insgesamt 54,6 Mrd. Euro abgesetzt. Mit plus 1,8 Prozent vermeldete die größte Sparte der Kunststoffindustrie – die Herstellung von sonstigen Kunststoffwaren – das geringste Plus. Die Hersteller von Platten und Folien konnten um 2,4 Prozent, die Hersteller von Baubedarfsartikeln um 4,4 und die Verpackungsmittelindustrie sogar um 6,9 Prozent. Die Sparte beschäftigte insgesamt 274.300 Männer und Frauen in 1.693 Betrieben.

Einen positiven Lauf hatte ebenso – wie bereits berichtet – die deutsche Möbelindustrie, die ihre Wettbewerbsposition weiter stärken und das dritte Jahr in Folge auf Wachstumskurs lag -­ nämlich 2016 um 3,2 Prozent auf 18 Mrd. Euro. Getragen wurde die Entwicklung in erster Linie von einem um rund 4 Prozent besseren Auslandsgeschäft, während der Inlandsumsatz nur mit 2,8 Prozent zulegte. Mit einem Zuwachs von 7,2 Prozent schnitten die Hersteller von Laden- und Objektmöbeln besonders gut ab, gefolgt von den Sparten Büromöbel mit plus 5,9 und Küchenmöbel mit plus 4,4 Prozent. Die Wohnmöbel und sonstigen Möbel lagen um 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Lediglich die Polstermöbelhersteller mussten nach Angaben der amtlichen Statistik ebenso wie die Matratzenhersteller ein Minus von 2,7 bzw. 3,7 Prozent verkraften. Die Branche zählt aktuell 84.150 Beschäftigte in 498 Betrieben.

Auch in den ersten Monaten 2017 setzte sich die positive Entwicklung in der deutschen Holzindustrie fort. Dabei wuchs das Holzgewerbe schneller als die Möbelindustrie. Der Wachstumstreiber im Holzgewerbe war vor allem der baunahe Bereich, der aktuell von der hohen Baunachfrage im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau profitiert. Innerhalb der Möbelindustrie verzeichnen die Hersteller von Laden- und Objekt-, Küchen- sowie Wohn- und sonstigen Möbeln die höchsten Zuwächse.