Küppersbusch

“Zukunftstarifvertrag” gescheitert

Küppersbusch kündigt Stellenabbau an: Laut der Zeitung "Der Westen" hat die Firmenleitung die Verhandlungen über den "Zukunftstarifvertrag" beendet, der eigentlich den Standort Gelsenkirchen langfristig hatte sichern sollen. Als Grund nannte

Küppersbusch kündigt Stellenabbau an: Laut der Zeitung "Der Westen" hat die Firmenleitung die Verhandlungen über den "Zukunftstarifvertrag" beendet, der eigentlich den Standort Gelsenkirchen langfristig hatte sichern sollen. Als Grund nannte die Geschäftsführung die Weltwirtschaftskrise und die daraus folgenden Probleme. Strukturelle Anpassungen seien nicht mehr zu verhindern. So gab die Firmenleitung an, dass das Ziel einer nachhaltigen Konsolidierung vollkommen unrealistisch geworden sei und man nun über einen Sozialplan verhandeln wolle. Allerdings beziehen sich die Maßnahmen nicht auf die Großtechnik GmbH mit 170 Beschäftigten, sondern auf die Hausgeräte AG. Diese ist nur noch für den Vertrieb und Handel der Geräte zuständig. Die Produktion realisiert Küppersbusch, das zur Teka-Gruppe gehört, seit Januar in Spanien. Wie viele der insgesamt 164 Hausgeräte-Angestellten von dem Stellenabbau betroffen sind, ist jedoch noch unklar.
Der Küppersbusch-Betriebsrat zeigte sich empört über das Ende der Verhandlungen. Schließlich sei der Tarifvertrag praktisch unterschriftsreif gewesen, so Betriebsratsvorsitzender Kurt Retthofer gegenüber der Zeitung. 15 Mio. Euro hätten die Mitarbeiter demnach in den kommenden fünf Jahren mit Mehrarbeit und Verzicht, u.a. aufs Urlaubsgeld, dem Unternehmen eingespart.