Astroh
Zukunft “völlig offen”
Nach Bekanntwerden der Insolvenz von Astroh gibt es nun auch erste Informationen von Holger Voskuhl (Kommunikationsbüro rw konzept), der vorübergehend als Unternehmenssprecher fungiert. Seine Erklärung zur jüngsten Entwicklung: "Die Astroh
Nach Bekanntwerden der Insolvenz von Astroh gibt es nun auch erste Informationen von Holger Voskuhl (Kommunikationsbüro rw konzept), der vorübergehend als Unternehmenssprecher fungiert. Seine Erklärung zur jüngsten Entwicklung: "Die Astroh Küchen GmbH musste dieses Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit beantragen, nachdem einige Geschäftsbanken ihre Kreditlinien für das Unternehmen geschlossen hatten. Zwar hatten sich daraufhin alle Banken, der Gesellschafter und der Betriebsrat in intensiven Verhandlungen zusammen mit einem Investor auf eine konstruktive Lösung geeinigt. Kurz vor Abschluss der Verträge hatte sich dann jedoch eine Bank der Lösung verweigert. Gespräche mit dem Ziel der Antragsrücknahme sind zwar erneut aufgenommen worden, derzeit ist aber völlig unklar, ob diese zu einem positiven Ergebnis führen werden."
Noch im vergangenen Geschäftsjahr 2006 sei jedoch Astroh Küchen "gut aufgestellt" gewesen. Umsatzeinbrüche in diesem Jahr seien zwar angesichts der Erhöhung der Mehrwertsteuer und Wegfall der Pendlerpauschale und Eigenheimzulage erwartet worden, doch offenbar nicht im aktuellen Ausmaß. Auch die branchenübliche Marktbelebung zum Jahresende sei ausgeblieben.
"Die vorläufige Insolvenzverwaltung wird sich nun vordringlich um die Finanzierung des Insolvenzgeldes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern, um den Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechungen fortführen zu können", kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt
Dr. Frank Kebekus aus Düsseldorf, an. Insgesamt sind 750 Mitarbeiter bei Astroh beschäftigt, allein 240 von ihnen am Stammsitz Bochum.
Besonders problematisch ist, dass in den letzten Monaten von den Küchenkunden Anzahlungen bis zu 50 oder gar 60 Prozent erhoben worden sein sollen. Der Imageschaden durch Nichterfüllung von Aufträgen behindert nicht nur die Zukunft von Astroh (soweit möglich), sondern letztlich die gesamte Branche.

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