Machalke

Zollfahndung im Haus

Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht, denn am Wochenende starten die Hausmessen in Oberfranken. Machalke hatte am Mittwoch 80 Einsätzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt im Haus, berichtet das

Der Zeitpunkt ist denkbar schlecht, denn am Wochenende starten die Hausmessen in Oberfranken. Machalke hatte am Mittwoch 80 Einsätzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt im Haus, berichtet das "Fränkische Tageblatt". Der Grund: Es gehe um die Überprüfung des so genannten Werkvertrages, unter dem ausländische Mitarbeiter bei dem Polstermöbel-Spezialist bzw. einer ausländischen Firma, die für Machalke fertigt, arbeiten. Es bestehe der Verdacht, dass Machalke seit dem 1. April 2004 über 120 osteuropäische Arbeiter ohne die erforderliche Arbeitsgenehmigung beschäftige. Nach dem Beitritt von Polen zur EU gelten aber für die Beschäftigten neue Rechtsvorschriften, die – so der Vorwurf – nicht eingehalten worden seien. Machalke weist diese Vorwürfe jedoch zurück. In einer Mitteilung schreibe die Firma, "dass zwischen der Machalke Polsterwerkstätten GmbH und dem ausländischen Subunternehmen ein den gesetzlichen Anforderungen in allen Aspekten entsprechender Werkvertrag besteht, der es dem Werkunternehmer nach EU-Recht erlaubt, die vereinbarten Leistungen mit seinen Mitarbeitern am Standort Wolfsloch zu erbringen." Sollte sich der Verdacht der Zollfahndung jedoch bestätigen, könnte es teuer für Machalke werden. Denn dann wären die seit April 2004 fälligen Sozialversicherungsbeiträge, die sich im Millionen-Bereich bewegen dürften, hinterzogen worden. Machalke hofft, den Fall möglichst schnell klären zu können, und will die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen unterstützen.