ZOW Pordenone

Zerreissprobe

733 Aussteller und schon am ersten Tag mehr Besucher als im Vorjahr: Die ZOW im italienischen Pordenone ist weiter auf Erfolgskurs. Dabei scheint vor allem der hohe Anteil italienischer Aussteller

733 Aussteller und schon am ersten Tag mehr Besucher als im Vorjahr: Die ZOW im italienischen Pordenone ist weiter auf Erfolgskurs. Dabei scheint vor allem der hohe Anteil italienischer Aussteller (75 %) die Fachbesucher anzulocken. Wobei sich sowohl diese als auch die Aussteller im nächsten Jahr entscheiden müssen: Bleiben sie dem Standort Pordenone treu und gehen auf die SICAM oder ziehen sie mit der ZOW nach Verona um. Einige große Unternehmen der Beschlagbranche wollen Pordenone treu bleiben, wie zum Beispiel Blum, Grass, Kesseböhmer und Vauth-Sagel. Von den Druckern und Werkstoffspezialisten gibt es noch keine Aussagen. Einig scheinen sich alle nur in einem Punkt zu sein: Keiner will in Zukunft zwei Messen.
"Ich freue mich auf Verona, aber habe natürlich auch ein weinendes Auge", betonte ZOW-Macher Peter H. Meyer im Rahmen der Pressekonferenz. "Denn hier wurde ein extrem großes Engagement für diese Veranstaltung geleistet. Und ich gebe zu, dass ich nie mit einem derartigen Wachstum gerechnet hätte. Doch genau dieses zwingt uns nun zum Ortswechsel. Wobei es uns nicht darum geht, mehr Aussteller zu haben. Wir wollen mehr Service und Komfort für Aussteller und Besucher bieten. Größere Cafes, breitere Gänge, besondere Events und erweiterte Zielgruppenansprache, wie wir das in Bad Salzuflen mit der Architekten-Lounge getan haben."
Einen Qualitätsverlust, der durch das Fehlen diverser Branchengrößen eintreten könnte, befürchtet Meyer nicht: "Die meisten Big Player waren nie von Anfang an bei einer ZOW dabei. Zudem leben wir von der Breite des Angebots. Das muss stimmen, dann wird die Messe auch funktionieren."