Der Kreis

Zeichnet kreative Ideen zur Küche der Zukunft aus

Während der LivingKitchen 2019 hat Der Kreis Anja Schaible Stiftung zum 5. Mal visionäre Ideen rund um das Thema Küche mit dem Stiftungspreis „Kochen.Leben“ ausgezeichnet. Dieser würdigt die interdisziplinäre Zusammenarbeit

Während der LivingKitchen 2019 hat Der Kreis Anja Schaible Stiftung zum 5. Mal visionäre Ideen rund um das Thema Küche mit dem Stiftungspreis „Kochen.Leben“ ausgezeichnet. Dieser würdigt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Design, Innenarchitektur und Angewandte Gesundheitswissenschaften sowie Kommunikation. Preisträger sind Studenten der Hochschulen in Furtwangen, Stuttgart und Wismar, die sich kreativ mit der Küche von morgen auseinandergesetzt haben. Die Resultate wurden auf dem Messestand der Leonberger Verbundgruppe und der Stiftung präsentiert.

„Junge Menschen sollen Spaß am Thema Küche haben“, erklärte Verbundchef und Stiftungsvorstand Ernst-Martin Schaible in seiner Rede zum Auftakt der Preisverleihung. Um Visionen in die Realität umzusetzen, brauche es auch Küchenspezialisten. Deshalb liege ihm die Auszeichnung besonders am Herzen.

„Küchen werden sich auch in Zukunft durch unterschiedliche Essgewohnheiten weiter verändern“, fügte Koelnmesse-Chef Gerald Böse in seinem Grußwort hinzu und verwies dabei auf die Sonderfläche „Future Foodstyles“ in Halle 5.2. Analog lautete die Aufgabe an die Studenten der teilnehmenden Fakultäten, sich zu überlegen „Wie muss der Ort aussehen, an dem ich mich gerne aufhalte und an dem ich Essen zubereite?“ In ihrer Abschlusspräsentation stellten sich zwei Strömungen heraus, die die Küchenplanung der Zukunft beeinflussen werden.

Die vernetzte „Koch.Web-Küche“ schafft einen Erlebnisraum, in dem Endkunden Filme schauen und gemeinsam mit per Videochat zugeschalteten Freunden kochen und kommunizieren können. Die konventionelle U-Form, bei der man Rücken an Rücken steht, kam für dieses Küchen-Konzept nicht in Frage. Stattdessen entschieden sich die Studenten für eine Planung in T-Form. Bei der Gestaltung der Projektarbeit standen Lebensraum, Tätigkeit und Technik im Fokus. Gleichzeitig sollte ein Raum zustande kommen, der auch als Spielzimmer oder virtuelles Kochstudio nutzbar ist.

Als Zweites wurde auf der Kölner Möbelmesse der Entwurf „Koch.Werk-Küche“ vorgestellt. Hier ging es den Studenten darum, eine Kochumgebung zu schaffen, in der alles Wesentliche in greifbarer Nähe ist – wie bei der klassischen Werkbank eines Schreinermeisters. Nach dieser Grundidee wurden ausschließlich natürliche Materialien und Vollholz zur Herstellung des Prototypen verwendet.

Der Clou: Ein Kühl- und Lagersystem, das ohne Strom auskommt. Der „Eco-Cooler“ ist ein „Offline Kühlschrank“, bei dem Wasser über Tonplatten verdunstet. Die so erzeugte Kühlung bewirkt optimale Bedingungen für die Lagerung von Obst und Gemüse.

„In vielen Branchen wird das Fehlen von Nachwuchskräften beklagt. In der Küchenbranche sieht es glücklicherweise ein wenig anders aus, da dank Herrn Schaible und der von ihm gegründeten Stiftung mit viel Engagement und Herzblut vieles dafür getan wird, Fachfremde für das Thema Küche zu begeistern und zu gewinnen. Dies ist vorbildlich und verdient viele Nachahmer“, fasste Gerald Böse zusammen.