Wirtschaftsbeziehungen
Zehn Prozent der exportierenden deutschen Unternehmen führen Waren nach Russland aus
Unbestritten ist Russland für Deutschland ein wichtiger Handelspartner. Bezogen auf die weltweiten Geschäftsbeziehungen der deutschen Exportwirtschaft ist die Abhängigkeit der Unternehmen von Russland jedoch überschaubar. Rund zehn Prozent aller exportierenden
Unbestritten ist Russland für Deutschland ein wichtiger Handelspartner. Bezogen auf die weltweiten Geschäftsbeziehungen der deutschen Exportwirtschaft ist die Abhängigkeit der Unternehmen von Russland jedoch überschaubar. Rund zehn Prozent aller exportierenden Unternehmen in Deutschland führen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Waren nach Russland aus. Für etwa 73 Prozent dieser Unternehmen machen die Exporte nach Russland maximal ein Viertel ihrer gesamten Exporte aus.
Dies entspricht in etwa auch dem Anteil für die Werte der Exporte nach Russland: Rund 72 Prozent der Warenausfuhren nach Russland werden von Unternehmen realisiert, für die die Exporte nach Russland maximal ein Viertel ihrer gesamten Exporte ausmachen.
Die Importe aus Russland konzentrieren sich wegen der hier dominierenden Rohstoffeinfuhren auf wenige Unternehmen: Nur rund ein Prozent aller importierenden Unternehmen in Deutschland beziehen Waren aus Russland. Die Abhängigkeit von Russland ist für diese Unternehmen allerdings hoch. Wertmäßig werden etwa 49 Prozent der Importe aus Russland von Unternehmen eingeführt, für die Einfuhren aus Russland mindestens drei Viertel ihrer gesamten Importe ausmachen.
Die Möbel-Beziehungen zwischen Russland und Deutschland waren zuletzt vom "Formaldehyd-Streit" geprägt. Ab dem 1. Juli tritt in Russland eine neue Regelung zum zulässigen Formaldehyd-Wert für Möbel in Kraft. Den Grenzwert in Höhe von 0,01 ppm halten Experten für utopisch. Für europäische Möbelhersteller kommt das neue Gesetz einem Handelsverbot gleich.

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