Martin, Auerbach, Geschäftsführer des Fachverbands Matratzen-Industrie, hofft für 2022 dringend auf eine spürbare Erholung der Lage. Foto: Fachverband Matratzen-Industrie

Fachverband Matratzen-Industrie

Zahlreiche Herausforderungen zu meistern

Pandemiebedingte Einbußen, Rohstoffknappheit, Preissteigerungen - die Matratzenhersteller haben aktuell zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Für den Zeitraum von Januar bis September 2021 haben die Mitglieder im Fachverband Matratzen-Industrie einen Umsatzrückgang von Minus 7,8 Prozent über alle Technologien und Warengruppen im Vergleich zu 2020 zu beklagen. Vergleicht man den genannten Zeitraum mit Januar bis September 2019 (also vor der Pandemie), fällt die Entwicklung noch drastischer aus: Federkern liegt mit 20,1 Prozent, Schaum mit 14,1 Prozent, Latex mit 23,7 Prozent und Bonnell mit 44,2 Prozent unter dem Ergebnis von 2019, wie Martin Auerbach, Geschäftsführer des Fachverbands Matratzen-Industrie, im Gespräch mit der „möbel kultur“ betont.

Daneben kämpft die Branche mit Rohstoffknappheit und Preissteigerungen - besonders bei verschiedenen Fasern, Stoffen und Garnen sowie Holzwerkstoffen, Schaumstoffen aus PU und Latex, Federkernen und Aluminium. „In unserer Herbst-Konjunkturumfrage haben wir auf die Frage nach den besonders betroffenen Rohstoffen aber auch die Antwort ,alle!‘ erhalten“, unterstreicht Auerbach. Zusätzlich machen den Verbandsmitgliedern vor allem die explosionsartig nach oben gekletterten und zum Teil weiter wachsenden Kosten für Verpackung und Logistik Sorgen, zu denen in der Produktion die ebenfalls stark steigenden Energie- und insbesondere Stromkosten hinzukommen. „Dabei scheint das Ende der Preisspirale noch immer nicht erreicht und die Weitergabe dieser Kosten an Handel und Verbraucher ist oftmals kaum möglich, weil langfristige Verträge, insbesondere mit den Handelsverbänden, dem entgegenstehen“, so der Geschäftsführer.

Wie die Matratzenhersteller mit diesen Herausforderungen umgehen, wie sie eine Wende hin zur Kreislaufwirtschaft schaffen wollen und welche Erwartungen sie an das kommende Jahr haben, lesen Sie im aktuellen Schlafen-Special in der Dezember-Ausgabe der „möbel kultur“.

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