Verband der deutschen Lederindustrie
Zählt auf Impulse aus Köln
Unter anderem preisbedingt musste die deutsche Lederindustrie 2005 einen Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz hinnehmen. Insgesamt erzielte die Branche 500 Mio. Euro, wobei etwa ein Drittel auf die
Unter anderem preisbedingt musste die deutsche Lederindustrie 2005 einen Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz hinnehmen. Insgesamt erzielte die Branche 500 Mio. Euro, wobei etwa ein Drittel auf die Polstermöbel- und Sitzindustrie entfallen (inklusive Objektbereich). Der Marktanteil der zehn deutschen Hersteller von Möbelleder beträgt rund 20 Prozent.
Der sinkende Inlandsabsatz führte bereits in den letzten Jahren dazu, dass einige Betriebe schließen mussten oder sich auf den Automobilsektor konzentrierten. Doch nach Einschätzung des Verbands der Deutschen Lederindustrie lassen nun die Polstermöbel-Kollektionen wieder einen deutlichen Trend zu einem verstärkten Einsatz von Leder erkennen. Entsprechend richtet sich die Hoffnung auf neue Impulse von der "imm cologne".
Um die Wertigkeit zu erhöhen, kommen aktuell vor allem Spitzenprodukte wie naturbelassene Anilinleder oder Dickleder vermehrt zum Einsatz. Aber auch leicht pigmentierte Möbelleder mit höherer Pflegefreundlichkeit werden geschätzt, ebenso sind Flammschutzausrüstungen im Kommen. Nubuk- und Rauhleder spielen zwar noch eine untergeordnete Rolle, treten jedoch laut Verbandsprognose zunehmend in Konkurrenz zu Mikrofasern. Bei den Farben sind international kräftige Töne gefragt, während das Inland pastellige Naturfarben wie Schlamm und Petrol bevorzugt.
Bei den Preisen erwartet der Verband eine stabile oder allenfalls leicht steigende Entwicklung.

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