Sprela
Zabel verlässt den Vorstandsvorsitz
Auf eigenen Wunsch wechselt er am 30. Juni vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat: Siegfried Zabel, der 1998 mit hohem persönlichen Risiko das ehemalige marode DDR-Unternehmen Sprela übernahm, sieht seine Aufgabe
Auf eigenen Wunsch wechselt er am 30. Juni vom Vorstandsvorsitz in den Aufsichtsrat: Siegfried Zabel, der 1998 mit hohem persönlichen Risiko das ehemalige marode DDR-Unternehmen Sprela übernahm, sieht seine Aufgabe in Spremberg als beendet an. Zu Recht, denn er befreite den früheren Hauptlieferanten der Comecon-Staaten nicht nur aus der drohenden Gesamtvollstreckung, sondern machte Sprela zu einem gesunden Betrieb. Heute fertigen die Ostdeutschen erfolgreich Dünnlaminate für die Möbelindustrie in 52 Ländern und gehören europaweit zu den führenden Anbietern von kontinuierlichen Dünnlaminaten (CPL) und Arbeitsplatten.
Das Erfolgsgeheimnis Zabels liegt vor allem im menschlichen Handeln, großem eigenen Einsatz aber auch seinem Ideenreichtum wie etwa bei ausgefallenen Werbemaßnahmen. Ausnahmeschwimmerin Franziska van Almsick und Box-Weltmeisterin Regina Halmich trugen zu einer Umsatzsteigerung von 30 bzw. 37 Prozent in den vergangenen beiden Jahren bei.
1991 entschied sich Zabel dafür, den ehemaligen Konkurrenten Isomax Dekorative Laminate AG mit ins Unternehmen zu holen. Schrittweise verkaufte der vielseitige Unternehmer die Sprela-Anteile an die Österreicher, die wiederrum eine Tochtergesellschaft der Constantia Iso AG sind. Der Verkauf ist jetzt abgeschlossen, ab dem 1. Juli übernehmen darum Silvio Kirchmair und Kurt Waniek den Vorstand der Sprela AG, wie man im Aufsichtsrat gerade beschloß. Der Zusammenschluß mit Isomax war ein kluger Schachzug, wie sich heute herausstellt. Die Aktiengesellschaft gibt ein klares Bekenntnis für Spremberg ab, wollen den Standort auch künftig stärken. "Die Haltung der Mitarbeiter, die Ausrichtung der Maschinen und die günstige geographische Lage sind großartige Stärken. Dazu kommen Produkte, die reif sind für den Weltmarkt." so Kirchmair. Und peilt für 2007 mit seinem Kollegen Waniek bereits einen Umsatz von 35 Mio. Euro an (derzeit etwa 24 Mio. Euro).
Zabel wird sich ab Juli konzernweit als Direktor um strategische Planungen und Unternehmensentwicklung kümmern.

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