Die deutsche Polstermöbelindustrie gleicht im April das schwächere Inlandsgeschäft mit einem Umsatzsprung im Export aus. (Foto: Rolf Benz)

Deutsche Polstermöbelindustrie im April 2011

Wonnemonat im Ausland, durchwachsen im Inland

Im April 2011 setzte die deutsche Polstermöbelindustrie insgesamt 136 Mio. Euro um. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Minus von 3,26 Prozent. Der Unterschied zwischen dem Inlands- und dem Auslandsgeschäft fiel dabei gravierend aus, wie der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) heute mitteilte.

Hierzulande wurden im April Sitzmöbel mit einem Auftragsvolumen von 113,8 Mio. Euro abgesetzt - ein Minus von 6,81 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dagegen konnten im Ausland Möbel für 24,27 Mio. Euro Abnehmer finden. Das sind 17,8 Prozent mehr als 2010. Die Exportquote liegt damit bei 17,58 Prozent. Der Großteil der Auslandslieferungen ging in den Euroraum mit Polstermöbeln im Wert von knapp 11 Mio. Euro.

Dennoch gilt nach wie vor, Vorsicht bei den Zahlen walten zu lassen. Der Grund: Nach einer ersten Umstellung im Jahr 2010, bei der statt 48 (2009) nur noch 38 Unternehmen berücksichtigt wurden, hat das Statistische Bundesamt Ende 2010 erneut sieben Unternehmen in andere Nomenklaturen eingeordnet. Für eine Benchmark-Betrachtung einzelner Unternehmen empfiehlt der Verband daher das interne Auftragspanel.

Im April 2011 waren 8.829 Angestellte in der Polstermöbelindustrie beschäftigt. Im Vorjahrsmonat waren es noch 5,5 Prozent mehr Arbeitnehmer.

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