Bei Billi & Friends stand erneut die Ausstellung nach Starkregen unter Wasser. Fotos: Billi & Friends

Billi & Friends

Wohnkaufhaus nach Starkregen erneut unter Wasser

Ein Unwetter mit Starkregen hat am vergangenen Montag erneut das Wohnkaufhaus Billi & Friends in Mülheim-Kärlich geflutet. Wie das Unternehmen mitteilte, drang erneut Wasser in die untere Etage ein und zerstörte Möbel und Ausstellung. Als Grund für den wiederholten Wassereintritt führt das Unternehmen unter anderem eine zu geringe Kanalkapazität an. „Ein weiterer Grund ist jedoch auch das in einem Industriegebiet unvermeidbare Schwinden von Grünflächen, denn über die asphaltierten Flächen kann Wasser nicht entsprechend versickern. Im Falle Billi & Friends kommt erschwerend die bauliche Situation hinzu. Das bereits vor 30 Jahren errichtete Gebäude ist unter Null zugänglich, die tiefergelegenen Etagen sind durch eine Senke erreichbar. Die auf dem Nebengrundstück befindliche Parkfläche eines Nachbarbetriebes liegt um Meter höher", heißt es in einer Mitteilung. Zwar habe man dort eine Hochwassermauer errichtet, jedoch konnte diese den Wassermassen nicht Stand halten.

„Es war wie ein meterlanger Wasserfall und unser Gelände war dessen Auffangbecken.“, berichtet Uli Eichenhofer, Geschäftsführer von Billi & Friends. Die Wasserleitungen unter der Decke konnten dem Druck nicht Stand halten, so dass es zusätzlich zu einem Rohrbruch kam. „Beinah die kompletten unteren Etagen sind mit über 2000qm betroffen. Trotz des unermüdlichen Einsatzes unserer Mitarbeiter und der Freiwilligen Feuerwehr Mülheim-Kärlich sind fast alle hier befindlichen Möbel und Teppiche, sowie die Ladenausstattung, also beispielsweise Warenträger und Trennwände, Böden und gegebenenfalls auch die Elektrik beschädigt.“

Die Höhe des Gesamtschadens konnte noch nicht ermittelt werden. „Wir bitten schon heute unsere Kunden um Verständnis: nicht alle Möbel werden zur Besichtigung bereitstehen und wir müssen uns wieder auf viele Wochen Lärm von Bautrocknern und Wiederaufbauarbeiten einstellen“, führt Eichenhofer fort. „Auch wenn die Artikel nur leicht beschädigt sind – wir müssen die Ware vergünstigt abgeben.“

Gleichzeitig prüft das Alliance-Mitglied rechtliche Schritte. „Es ist für uns nicht mehr hinnehmbar, jährlich solcher Zerstörung ausgesetzt zu sein. Seit Jahren sind wir in Gesprächen mit den Verantwortlichen und bisher kommen Maßnahmen nur sehr schleppend in Gang. Auch andere Betriebe im Industriegebiet haben schon Wasser im Gebäude gehabt – so heftig wie bei uns ist es jedoch selten.“, erläutert Hans-Werner May, Inhaber des Wohnkaufhauses, enttäuscht das Geschehen.

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