Quelle

Wo landen die Möbel-Millionen?

Nach dem Aus für Quelle hat sein größter Konkurrent Otto angeboten, einen Teil der Quelle-Lehrlinge übernehmen zu wollen. "Das könnte unter anderem bei Otto-Tochterfirmen wie Sport-Scheck in München oder bei Schwab in Hanau sein", erklärte Otto-Sprecher Thomas Voigt gegenüber der "Sächsischen Zeitung Online". Eine Garantie könne der Konzern jedoch nicht geben, ebenso wenig könnten alle Lehrlinge übernommen werden.

Gleichzeitig kündigte Voigt an, dass die Otto-Gruppe mit dem Insolvenzverwalter über mögliche Übernahmen von Quelle-Teilen sprechen wolle. Dabei solle insbesondere der Kauf von Spezialversendern wie Baby Walz oder Hess Natur sowie dem Osteuropageschäft von Quelle geprüft werden.

Otto habe in den vergangenen Monaten mit Umsatzsteigerungen von dem Quelle-Niedergang profitiert, bestätigte Voigt weiter. Nun werden die Einnahmen des Unternehmens komplett neu verteilt - auch im Möbelhandel. Quelle hat mit Möbeln sowie Randsortimenten 2008 geschätzte 900 Mio. Euro Umsatz erzielt. Davon erwirtschaftete Küchen-Quelle, das in Branchenkreisen als lukratives "Filetstück" gilt, 250 Mio. Euro. Die Umverteilung wird offenbar schneller vonstatten gehen als erwartet. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg erklärte, dass Quelle bereits in wenigen Wochen abgewickelt sein werde. "Wir müssen funktionsfähig bleiben für die nächsten vier bis sechs Wochen. Schon zum 1. November würde ein Großteil der Mitarbeiter keinen Lohn mehr erhalten. Genaue Zahlen konnte er allerdings noch nicht nennen.

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