Ikea

Wirft russischen Geschäftspartnern Betrug vor

Offene Verdächtigung: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wirft seinen russischen Lieferanten von Strom und Gas massiven und systematischen Betrug vor. Wie "Spiegel Online" berichtet, erklärte der 83-Jährige im Rundfunk, dass die Geschäftspartner

Offene Verdächtigung: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad wirft seinen russischen Lieferanten von Strom und Gas massiven und systematischen Betrug vor. Wie "Spiegel Online" berichtet, erklärte der 83-Jährige im Rundfunk, dass die Geschäftspartner für die Lieferung an Strom und Gas an die elf Ikea-Filialen in dem Land rund 1,5 Mrd. Kronen (umgerechnet 136 Mio. Euro) zu viel berechnet hätten. Nach ergänzenden Angaben einer Unternehmenssprecherin seien wegen nicht eingehaltener Lieferzusagen Schadensersatzklagen eingereicht worden.
Um den Energiebedarf zu decken, hätten mittlerweile alle russischen Häuser eigene Generatoren angeschafft, fügte Kamprad hinzu. "Das ganze wird eine furchtbar teure Sache." Er nehme die Entwicklung aber auf seine eigene Kappe, schließlich habe er den Einstieg in den russischen Markt gegen den Willen der Unternehmensspitze Ende der 90-er Jahre durchgesetzt.
Neben den Problemen in Russland sei der Ikea-Gründer auch auf potenzielle neue Märkte eingegangen. So erklärte er, dass er bei der letzten Aufsichtsratssitzung eine erste Filiale im Iran vorgeschlagen habe. Diese Idee sei jedoch nicht auf Zustimmung gestoßen. Dennoch werde das Projekt im Auge behalten.