Ikea
Wirbt mit Karl Marx
Eine umstrittene Werbe-Aktion, für die die Stadt Chemnitz nun ihre Erlaubnis erteilte. Auch wenn nach der gestrigen Bundestagswahl die Zeichen der Zeit eher in Richtung Wirtschafts-Liberalismus zeigen, setzt Ikea werbetechnisch
Eine umstrittene Werbe-Aktion, für die die Stadt Chemnitz nun ihre Erlaubnis erteilte. Auch wenn nach der gestrigen Bundestagswahl die Zeichen der Zeit eher in Richtung Wirtschafts-Liberalismus zeigen, setzt Ikea werbetechnisch auf den marxistischen Charakterkopf.
Die Schweden wollen vor dem Monument ein überdimensionales Buch aufbauen. Die Bedingungen: Die Aktion darf längstens vier Wochen dauern und muss spätestens zum ersten Advent beendet sein. Im Gegenzug verpflichtet sich Ikea zur Zahlung von 25.000 Euro, die für die Sanierung des Sockels gebraucht werden. Zudem muss sich der Konzern um die Pflege der um das Denkmal liegenden Grünflächen kümmern.
Der Entscheidung ging eine eingehende Prüfung voraus, bei der denkmalschutzrechtliche Erfordernisse, künstlerische Aspekte sowie Fragen der Werbesatzung in Betracht bezogen wurden. Bei einer Umfrage der Stadtverwaltung zeigten sich die 180 teilnehmenden Bürger gespalten: 72 sprachen sich für und 90 gegen die Aktion aus, 16 äußerten keine klare Meinung.
Bei der sieben Meter hohen (mit Sockel ca. 13 Meter) und ca. 40 Tonnen schweren Büste handelt es sich um die größte Porträtbüste der Welt, die als bekanntestes Wahrzeichen der Stadt Chemnitz gilt.

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