Hans Strothoff

"Wir müssen aufhören Online und Offline zu trennen"

Die „möbel kultur“ hat Experten und Interessenvertreter nach ihren persönlichen Prognosen für das Jahr 2019 gefragt. Dazu äußert sich Hans Strothoff, Präsident des BVDM und MHK Vorstandsvorsitzender, wie folgt:

Um 2019 beurteilen zu wollen, lohnt in diesem speziellen Fall ein Blick zurück in das Küchenjahr 2018, das sich anders entwickelte, als erwartet. Die Rahmenbedingungen waren insgesamt gut und sorgten bis zum Sommer für einen vernünftigen Jahresverlauf. Vielen Unternehmen machten dann insbesondere die Temperaturen und mit ihnen die ausbleibenden Kunden zu schaffen. Dass man solchen Widrigkeiten mit cleveren Ideen und gutem Service trotzen kann, hat hingegen einmal mehr der inhabergeführte Fachhandel gezeigt. Nicht so stark spürbar war der Sommer für die Küchenmöbelhersteller, denn ein zweistelliger Marktanteil, der durch Insolvenzen im Jahr 2017 entstand, wurde umverteilt und sorgte bis in den Herbst für volle Auftragsbücher.

Der Markt, in den wir nun starten, ist trotz insgesamt guter Rahmenbedingungen, leicht eingetrübt. Hinzu kommen Unsicherheitsfaktoren wie der Konzentrationsprozess auf Herstellerseite. Es müssen Antworten gefunden werden, wie man sich trotz immer gleicher werdender Produkte vom Wettbewerb abheben kann. Das gilt für Küchen und für Möbel. Darüber hinaus müssen wir aufhören in Online oder Offline zu denken. Nur wenn wir beide Kanäle verbinden – online ansprechen, offline verkaufen – werden wir 2019 vom nach wie vor bestehenden Wunsch sich einzurichten, profitieren können. Und wir müssen jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um unsere Leistungsfähigkeit und Innovationskraft zu präsentieren. Im Handel vor Ort und auf Messen wie der „imm cologne“ und „Living Kitchen“, der traditionelle Auftakt unserer Branche ins Geschäftsjahr. Ich bin überzeugt, dass vor jenen Unternehmern, die ihre Hausaufgaben machen und sich engagieren, ein erfolgreiches Jahr 2019 liegt.

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