Im Zielkorridor: Alexander Birken. Konzernvorstand Multichannel-Distanzhandel und Otto-Sprecher

Otto

"Wir haben die Online-Marktführerschaft im Living-Segment ausgebaut"

Alexander Birken sprach auf der heutigen Pressekonferenz von einem „außergewöhnlichen Geschäftsjahr“ – und das bezog der Konzern-Vorstand auch auf die Performance im Möbelsegment. Mit rund 20 Prozent Umsatzplus und einem Gesamtumsatz von 700 Mio. Euro im Living-Segment hat Otto den Vorsprung auf die Konkurrenz deutlich ausbauen können. Der Marktanteil der Einzelgesellschaft am Online-Möbelhandel liege nunmehr bei 30 Prozent, erklärte Birken. Für viel Bewegung habe auch der Ausbau des Markenportfolios gesorgt: Set One by Musterring, Selva und Rauch haben sich schnell zu tragenden Säulen des Sortiments entwickelt.

Mit der Satellitenshop-Strategie zeigt sich der Vorstand weiterhin sehr zufrieden. Nach dem Launch von Yourhome.de zählen inzwischen acht Nischenshops zum Otto-Universum. Die größten davon – etwa Schlafwelt.de – erwirtschaften inzwischen schon „signifikante zweistellige Millionenumsätze“. Insgesamt kommen die acht Satelliten auf 120 Mio. Euro Umsatz, wie Birken mitteilte. Vor allem gelingt über die Nischenshops die Ansprache von Neukunden besonders gut. Auch Quelle.de wächst – vor allem dank der Marke Privileg. Über alle Kauf-Destinationen aktivierte die Otto-Einzelgesellschaft im vergangenen Jahr 12 Prozent mehr Käufer und insgesamt 6 Mio. Kunden haben bei einem der Otto-Shops einen oder mehrere Artikel bestellt.

Übergeordnete Bedeutung haben dabei Großmöbel, die den Durchschnittsbon nach oben treiben. Allein an den „Krachertagen“, an dem ersten Oktoberwochenende seien allein 150.000 Möbelbestellungen eingegangen. „Das schaffen viele Start-ups nicht im einem Jahr“, sagte Birken mit Blick auf die Pure-Player-Konkurrenz. Überhaupt konnte sich der Konzernvorstand einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Dass einige Online-Player mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben, ist nicht zu übersehen.“

2016/2017 will Otto weiter Gas geben. Ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent peilen die Hamburger an, das Ergebnis soll wieder im Zielkorridor zwischen drei und fünf Prozent liegen.

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