Otto-Chef Hans-Otto Schrader stellt sich den Fragen des "Hamburger Abendblatts".

Otto Group

"Wir agieren aus einer Position der Stärke heraus"

Das "Hamburger Abendblatt" hat heute ein Interview mit Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, veröffentlicht. Anlass für das Gespräch war der im April bekannt gewordene, geplante Abbau von Arbeitsplätzen sowie die bevorstehende Umstrukturierung des Hamburger Versenders.

Schrader betont, dass "Fokus", so der Name der zukünftigen Veränderungen, kein Sparprogramm sei, sondern ?eine Investition in die langfristige Zukunft. Entscheidungswege sollen kürzer und flexibler werden. Das bedeute aber z. B. nicht, dass die beiden Otto-Töchter Baur und Schwab vom Markt verschwinden werden. Es gehe vielmehr um eine "effiziente Zusammenarbeit" der drei Marken. Gleichwohl wird sich Otto von Mitarbeitern trennen. Konkrete Zahlen wird es allerdings erst im Juli geben.

Das "Hamburger Abendblatt" fragte außerdem nach dem gestiegenen Druck durch preisaggressive Anbieter wie Zalando. Das wies Schrader jedoch von sich. "Otto ist nicht unter Druck, wir agieren aus einer Position der Stärke heraus." Der jüngste Umsatzrückgang von 2,1 Prrozent sei nicht entscheidend, da vielmehr die Rendite im Vordergrund stehe. Otto müsse darüber hinaus, beispielsweise im Bereich Unterhaltungselektronik, nicht ganz oben bei den Preissuchmaschinen stehen, da die Kunden auch die Serviceleistungen von Otto schätzen würden.

Weiteren Wachstum sieht die Otto Group im Ausland, aktuell vor allem auf Märkten wie Russland, Brasilien oder der Türkei. Außerdem will der Konzern seine renditestarken Bereiche Finanzdienstleistungen und Services ausbauen, womit vor allem die Dienstleistungsgruppen Hermes und EOS gemeint sind.

Für das laufende Jahr geht Schrader für die Otto Group davon aus, dass sowohl Umsatz, als auch Ertrag über Vorjahr liegen werden.

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