Gemäß des neuen Retail-Conceptes ist im Verkaufsraum der Calligaris-Stores ein Portal aus rotem Metallgitter als neuem Firmenschild zu finden.

Calligaris

Will in Deutschland Gas geben

Der erste eigene Brand-Store in Deutschland ist noch nicht eröffnet und schon plant Calligaris seine weitere Expansion in der Bundesrepublik. Wie das italienische Unternehmen mitteilte, will es in den kommenden zwei Jahren in den besten Lagen von Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart zusätzliche Geschäfte eröffnen. Parallel dazu sollen aber auch die VK-Flächen in den großen Möbelhäusern beibehalten werden. Beide Vertriebskanäle bedienen jeweils eigene Linien für unterschiedliche Zielgruppen. Während bei den Handelsketten Tische und Stühle für das breite Publikum zu finden sind, umfasst das Portfolio in den Marken-Stores auch Möbel fürs Wohnzimmer und Home Office sowie Wohnaccessoires.

Gestaltet werden sollen die eigenen Dependancen nach einem neuen Retail-Concept, das bereits im ersten, 270 qm großen Marken-Store in Düsseldorf, der am 30. Oktober eröffnet wird ("moebelkultur.de" berichtete), Anwendung fand. Dieses sieht drei getrennte Bereiche vor: Das Schaufenster, das neuen Produkten gewidmet ist, den zentralen Verkaufsraum mit einem roten Metallgitter als neuem Firmenschild, sowie die Verkaufsausstellung, die neben Wohnbildern auch Podeste vorsieht, auf denen einzelne Produkte hervorgehoben werden.

Das Expansionsbestreben von Calligaris ist das Ergebnis eines Neustarts, den die Inhaber-Familie nach dem vor kurzem getätigten Rückkauf ihrer Geschäftsanteile eingeläutet hat. 2007 hatte sie 40 Prozent an L Capital, einem privaten Investmentfond der LVMH-Gruppe, abgetreten.

Aktuell ist Calligaris in über 90 Ländern aktiv, wo das Label mit mehr als 70 Mono-Brand-Stores, rund 130 Shop-in-Shops und 250 Galerien vertreten ist. Der Umsatz der Gruppe beträgt fast 130 Mio. Euro. Der Exportanteil liegt bei 65 Prozent.

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