Bruno Banani
Will es erneut mit Möbeln versuchen
Der Chemnitzer Unterwäsche-Designer Bruno Banani will es noch einmal wissen: Sein Label soll auch Möbel zu lifestyle-orientierten Markenprodukten machen. Einen ersten Versuch startete das Unternehmen 2007, als unter dem Lizenznamen
Der Chemnitzer Unterwäsche-Designer Bruno Banani will es noch einmal wissen: Sein Label soll auch Möbel zu lifestyle-orientierten Markenprodukten machen.
Einen ersten Versuch startete das Unternehmen 2007, als unter dem Lizenznamen "bruno banani interior design" einer kompletten Wohnmöbelkollektion viel Aufmerksamkeit auf der "imm cologne" zuteil wurde. Insgesamt 100 Studios sollten am Ende im Handel etabliert werden. Der damalige Produktionspartner Gustav Bergmann Möbel rutschte aber kaum ein halbes Jahr später in die Insolvenz, sodass das Joint Venture nur von kurzer Dauer war. Bergmann kam nicht mehr auf die Beine.
Banani-Inhaber Wolfgang Jassner glaubt aber nach wie vor an eine erfolgreiche Markenübertragung aufs Möbel – bei Sonnenbrillen, Bettwäsche, Schmuck, Uhren und Schuhen habe dies schließlich schon geklappt. "Wir versuchen es. Zielgruppe sind junge Besserverdiener, die der schwedischen Phase entwachsen sind", erklärte Jassner gegenüber der "Sächsischen Zeitung".
Außerdem geht es ihm darum, einen Trend nicht zu verschlafen: Denn Steinhoff und Esprit, Nolte Germersheim/Ada und Joop, Kartell und Vivienne Westwood machen es bereits vor. "Wer aus Imagegründen bestimmte Unterhosen kauft, möbliert aus Imagegründen auch seine Wohnung", meint dazu Ursula Geismann vom Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM).
Die Suche nach einem Lizenzpartner läuft laut Jassner auf Hochtouren. Die derzeitige Wirtschaftslage interessiert ihn dabei nur am Rande. Und das kann sie auch. Etwa 100 Mitarbeiter erwirtschafteten mit Bruno Banani fast 82 Mio. Euro Umsatz. Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet Jassner mit weiteren zehn Prozent Wachstum – die Lizenzgebühren fürs Möbel sind da noch nicht einmal eingerechnet. "Mitte nächsten Jahres soll die Sache stehen", macht der Banani-Chef Druck. Mal sehen, ob sich derzeit ein entsprechend ehrgeiziger Partner in der Möbelindustrie findet.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren