Wilfried Finke durfte seine VK-Fläche in Gütersloh 1990 nicht auf 20.000 qm vergrößern.

Porta in Gütersloh

Wilfried Finke schlägt sich auf die Seite von Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück

Im Streit um den Porta-Neubau in Gütersloh hat Wilfried Finke jetzt den Städten Rheda-Wiedenbrück und Bielefeld den Rücken gestärkt. Beide Städte hatten Klage gegen den geplanten 29.500er des Begros-Mitgliedes eingereicht. Gegenüber der "Neuen Westfälischen" zeigte sich Finke insbesondere über die Politik der Bezirksregierung erstaunt, die das Haus in der geplanten Größe erlauben will. "Wir haben Gütersloh 1990 verlassen, weil wir unsere Verkaufsfläche nicht von rund 7.000 auf 18.000 oder 20.000 Quadratmeter aufstocken durften", sagte Finke gegenüber dem Blatt. Die Begründung damals: Gütersloh sei kein Oberzentrum. Der Paderborner Unternehmer verließ daraufhin die Stadt "obwohl ich Gütersloh nicht für einen schlechten Standort hielt". Heute ist auf dem ehemaligen Finke-Areal ein Baumarkt zu finden.

"Die Welt hat sich verändert", erklärt Wilfried Finke, "aber nicht die wesentlichen Gesetze Jetzt scheint das erwünscht zu sein, was mir vor 20 Jahren verwehrt bliebt." Zur Dimension des Porta-Hauses sei von dem 60-Jährigen aber kein negatives Wort zu hören, schreibt die Zeitung weiter.

Gleichzeitig bekräftigt der Unternehmer, dass er ein weiteres Haus in Bielefeld bauen will. "Wir stehen in Kontakt und suchen nach geeigneten Standorten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir uns im Großraum Bielefeld ansiedeln werden. Ich bin von Bielefeld überzeugt", betont er. Große Einrichtungshäuser gehörten in Oberzentren wie Bielefeld. Aus diesem Grund gebe es schließlich auch einen Konsens unter den Kommunen, große VK-Flächen nur in Oberzentren anzusiedeln. Dennoch müsse man bei der Bemessung der örtlichen Kaufkraft flexibel sein. "Der Radius des Einzugsgebietes wächst durch Investitionen. Je attraktiver eine Stadt ist, umso größer der Einzugsbereich."

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