Ein Bild aus guten Zeiten: Präsident Wilfried Finke, Stefan Effenberg, Co-Trainer Sören Osterland und Geschäftsführer Sport Michael Born (v.l.).

SC Paderborn

Wilfried Finke rechnet mit Effenberg ab

„Die Nebengeräusche waren sehr intensiv. Und sie waren alle negativ. Ich konnte es nicht mehr ertragen, dass der SC Paderborn aufgrund dieser Umstände ständig bundesweit in den Medien erscheint.“ So deutlich rechnete Wilfried Finke, Präsident des FC Paderborn, mit Stefan Effenberg ab. Der Ex-Fußballprofi hatte erst Mitte Oktober 2015 den Trainerposten bei dem Zweitligisten übernommen. Nach einer Sieglos-Serie war er Mittwochabend entlassen worden.

Laut der „Bild“-Zeitung fand Wilfried Finke auf einer Pressekonferenz deutliche Worte über Effenberg: „Ich lasse es nicht zu, dass diesem Verein ein unseriöser Anstrich verpasst wird durch eine Hollywood-Welt, die uns Paderbornern nicht zu Gesicht steht. Ich möchte, dass der SC Paderborn der Verein bleibt, der er auch vor Herrn Effenberg war.“

In seiner Zeit bei dem Fußballverein hatte Stefan Effenberg mit mehreren Skandalen zu kämpfen. So wurde ihm wegen einer Alkoholfahrt im September Mitte Februar der Führerschein entzogen. Zudem besaß er keine gültige Trainer-Lizenz, weil er Fortbildungseinheiten verpasst hatte. „Manche sagen, man hat ihm übel mitgespielt. Das ist natürlich falsch. Die Presse hat nur das hervorgeholt, was tatsächlich passiert ist. Er ist zweifelsfrei anders als andere Trainer“, zitiert das Blatt Finke weiter.

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