Internet World Messe

Wie sich Handelsketten den Start-ups stellen

Am 7. und 8. März geht in München die Internet World Messe über die Bühne. In diesem Rahmen findet eine Experten-Diskussion zum Thema „Wie sich traditionelle Handelsketten disruptiven Start-ups stellen“ statt. Mit dabei sind Vincent Brass, Managing Director Muun, und Marcus Diekmann, Director Digital, E-Commerce & Omnichannel der Beter Bed Holding (u.a. Matratzen Concord).

Das Thema ist hochaktuell, denn im Moment drängen immer mehr Matratzen-E-Commerce-Start-ups auf den deutschen Markt. Für traditionelle Matratzenhändler steht viel auf dem Spiel, denn in einem bereits stagnierenden Markt verschärft der Konkurrenzdruck aus dem Internet die Lage. Zwar liegt der Anteil der Online-Verkäufe am Gesamtumsatz nach Branchenschätzung im einstelligen Prozentbereich, trotzdem ist der traditionelle Handel alarmiert.

Anders als in den meisten anderen großen Konsumgütermärkten verfügen im Matratzenmarkt die Händler wie Matratzen Concord oder Dänisches Bettenlager über eine höhere Markenbekanntheit als viele Brands, die sie verkaufen, so die Experten. Mit den Start-ups könnte sich diese Situation sukzessive verändern, denn Muun, Emma und Co. sind auf die großen Handelsketten nicht angewiesen und setzen auf neue Vertriebs- und Marketingkanäle. Dieser Trend hin zu stärkeren Herstellermarken dürfte sich in den nächsten fünf Jahren weiter verschärfen, betonen die Experten.

Um sich zukunftsfähig aufzustellen, setzt Matratzen Concord auf das Zusammenspiel von On- und Offline sowie einen perfekten Kundenservice mit professionellem Marketing. „Der Matratzenmarkt steht heute dort, wo der Textilmarkt in den 1980er Jahren stand“, so Marcus Diekmann. „Weder Hersteller noch Händler machen bislang professionelles Marketing. Das ist einer der Gründe, warum ausgerechnet dieser Markt so interessant für Start-ups und deren Investoren ist.“

Matratzen Concord jedenfalls will kräftig investieren und das Einkaufserlebnis im Laden und im Internet deutlich verbessern. „Durch eine starke Online-Präsenz wollen wir diese Kunden zukünftig besser abholen und zur finalen Kaufentscheidung in unsere Läden führen.“

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