Begros
Wie die Branche auf Sachses Statement reagiert
Mit Zustimmung, aber auch Skepsis, reagiert die Branche auf die Ankündigung der Begros, ihre Verbandsmesse während der "imm cologne" nun doch nicht an den Publikumstagen zu öffnen. "Ich denke, dass
Mit Zustimmung, aber auch Skepsis, reagiert die Branche auf die Ankündigung der Begros, ihre Verbandsmesse während der "imm cologne" nun doch nicht an den Publikumstagen zu öffnen. "Ich denke, dass ist ein sehr positiver Schritt. Denn im Grunde hat die Begros damit eigene Interessen zurückgestellt, um die wieder erstarkende ,imm cologne' nicht zu beschädigen", kommentiert ZGV-Geschäftsführer Dr. Günther Schulte den Turn-around. Auch Alliance-Geschäftsführer Andreas Varnholt begrüßt die neue Begros-Haltung: "Ich bin froh, dass Köln eine Fachmesse bleibt, und nicht zu einer Verbandsmesse mutiert. So können einzelne Verbände anderen Verbundgruppen gegenüber keine Wettbewerbsvorteile erlangen." Union nimmt die Nachricht ebenso mit Freude auf: "Die Entscheidung der Begros geht in die richtige Richtung und sollte von dauerhafter Natur sein", so Union-Geschäftsführer Hermann Jäger. "Wir warten nun gespannt auf die ,Nomenklatur' der ,imm cologne', in der die Messe festlegt, wohin sie langfristig will." Diese erhoffen die Verbände bis Ende dieses Jahres zu bekommen. Franz Hampel, Sprecher der ZGV-Fachgruppe Möbel, ist zwar froh über die Entscheidung der Begros und ihm gefällt sehr gut, dass sich diese positiv zur ,imm cologne" bekennt. Doch "abzuwarten ist, wie sich die Begros in den kommenden Jahren verhalten wird. Abzuwarten ist ebenso, mit welchen Vorstellungen die Messe in die ,imm cologne 2012' sowie in die folgenden Veranstaltungen gehen wird."
Erstaunlich ist das Begros-Statement zum heutigen Tage allemal. Denn noch Anfang Oktober hatte die Nummer eins unter den Einkaufsgruppierungen uneingeschränkt an ihrem Konzept, neben der Ordermesse auch an den Publikumstagen präsent zu sein, festgehalten. Der ZGV konnte bereits im Vorfeld als Kompromiss erreichen, dass keinerlei Verkaufsaktivitäten an Endverbraucher dort stattfinden sollten.
Als Begründung für die neue Linie gab Robert Sachse in seinem Statement an, die Hersteller keiner Doppelbelastung aussetzen zu wollen. Branchenkenner bezweifeln aber, dass die Industrie der tatsächliche Auslöser für die heutige Entscheidung ist.

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