Hiendl, Ikea, Höffner
Widerstand in Bayern gegen die Großfläche
Vor allem in Franken wächst der Widerstadt der Stadtplaner gegen Shoppingcenter auf der grünen Wiese. Heftig diskutiert werden zurzeit die geplanten Großprojekte von Höffner, Ikea und Hiendl, gegen die als
Vor allem in Franken wächst der Widerstadt der Stadtplaner gegen Shoppingcenter auf der grünen Wiese. Heftig diskutiert werden zurzeit die geplanten Großprojekte von Höffner, Ikea und Hiendl, gegen die als Argumente Verödung der Innenstädte, ungleicher Wettbewerb und Verkehrsprobleme ins Feld geführt werden.
Beispiel Höffner: Nachdem die Stadt Fürth grünes Licht für die geplante Ansiedlung eines Fachmarktzentrums signalisiert hat, wird inzwischen die Kritik vor allem aus dem Umland lauter. Ein im September abgeschlossenes Gutachten belegt zwar, dass der Einzelhandel in der Fürther Innenstandt nur ein bis zwei Prozent des Umsatzes einbüßen müsse, demgegenüber würden jedoch Nürnberg und andere umliegende Städte hinsichtlich der Umsatzverteilung wesentlich stärker betroffen sein. Wobei die Kritik an dem 85.000 qm-Center neben Höffner auch Teppich Kibek, einen Bau- und einen Elektromarkt sowie Ikea einschließt.
Während sich Ikea am neuen Fürther Standort auf rund 20.000 qm vergrößern will, geraten die Schweden auch bei ihrem Vorhaben in Ulm unter Druck. Hier fordert die IHK zu Gunsten der innerstädtischen Einzelhändler, die Ikea-Fachsortimente auf maximal 15 Prozent zu beschränken und die geplante Ansiedlung von fünf Fachmarktzentren in der Nachbarschaft ganz zu stoppen.
Gegen zu befürchtenden "Möbeltourismus" läuft zudem der Planungsverband Oberfranken Sturm. Ebenso wie das Coburger Stadplanungsamt, das mit Blick auf Hiendls Pläne in Schweinfurt die kritische Überprüfung der Flächengröße und des Sortiments verlangt. Denn das anvisierte Wohnkaufhaus (50.000 qm VK-Fläche, 80 Mio. DM Jahresumsatz) schöpfe auch aus dem Raum Coburg Kaufkraft ab.

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