Rocket Internet
Westwing wächst 66,1-prozentig, Home24 sogar 72,5-prozentig – aber beide 2014 mit hohen Verlusten
In seiner aktuellen Ausgabe erklärt der „Spiegel“ die Mehrzahl der Raketen-Shops zu Rohrkrepieren: Zu wenig Profitabilität, zu wenig Strategie, zu viel interne Konkurrenz lautet das Urteil der Hamburger Redaktion. Heute
In seiner aktuellen Ausgabe erklärt der „Spiegel“ die Mehrzahl der Raketen-Shops zu Rohrkrepieren: Zu wenig Profitabilität, zu wenig Strategie, zu viel interne Konkurrenz lautet das Urteil der Hamburger Redaktion. Heute veröffentlichte Rocket Internet die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr und musste nach dem „Spiegel“-Bericht nun erst recht für gute Stimmung unter den Investoren sorgen. Im Mittelpunkt standen dabei die jüngsten Akquisitionen im Lieferdienst-Sektor, die den beiden Möbel-Shops Westwing und Home24 ein wenig die Schau stahlen.
Unter den „Proven Winners“ fallen die Umsatzzuwächse von Westwing und Home24 mit 183,3 Mio. Euro (+66,1 Prozent) bzw. 160,1 Mio. Euro (+72,5 Prozent) kräftig aus, die beiden Shops konnten gemeinsam beachtliche 140 Mio. Euro Umsatz draufsatteln.
Obwohl es bei der EBITDA-Marge Fortschritte zu vermelden gibt – bei Home24 hat sich die Marge von -34 Prozent im Jahr 2013 auf -31 Prozent im Jahr 2014 verbessert, bei Westwing von -33,3 Prozent auf -25.6 Prozent – sind die Verluste immer noch gravierend. Das EBITDA von Westwing fiel von -46,4 auf -60,7 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA liegt bei -46,9 Mio. Euro und das Netto-Umlaufvermögen sackte auf 18,3 Mio. Euro ab. Home24 kommt auf ein EBITDA von -54,2 Mio. Euro (2013: -40,9 Mio.), das bereinigte EBITDA liegt bei -49,4 Mio. Euro, das Netto-Umlaufvermögen fiel von -4,3 Mio. Euro auf -13,3 Mio. Euro.
Der Anteil von Rocket Internet an Westwing beträgt momentan 31,8 Prozent, an Home24 halten die Samwer-Brüder sogar 49,6 Prozent.

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