Area30

Weitere Entscheidungen zum Messeherbst

Dem Rückzug von sechs Zugpferden aus der Area30 folgen nun auch andere Aussteller, wie eine Umfrage unserer Redaktion ergab. Viele Entscheidungen werden offenbar aus taktischen Gründen noch zurückgehalten, doch der bekannte Domino-Effekt ist bereits spürbar - obwohl auf der Website immer noch eine lohnenswert lange Liste zu finden ist.

Eine Absage liegt mittlerweile auch von Villeroy & Boch vor. Dazu PR-Managerin Simone Struve: „Derzeit prüfen wir alle Messepräsenzen und nach intensiver Abwägung haben wir seitens Villeroy & Boch entschieden, in diesem Jahr nicht an der Area30 teilzunehmen. Aufgrund der maximal möglichen Besucherzahlen und der erschwerten Kommunikationsbedingungen kommt eine Teilnahme für uns leider nicht infrage. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden steht an erster Stelle. Dennoch wollen wir unseren Kunden die Neuheiten 2020 aus dem Sortiment Keramikspülen und Küchenarmaturen präsentieren. Hierzu arbeiten wir an digitalen Alternativen.“

Für Andreas Decker, Geschäftsführer von Massivholzmöbel-Spezialist Decker, steht die Absage schon seit einigen Wochen fest: „Zum einen wollten wir rechtzeitig Planungssicherheit haben bzw. geben (und dies auch nur fair gegenüber den anderen Beteiligten). Zum anderen ist Messe = Kommunikation und wenn dies nur eingeschränkt möglich ist, macht es aus unserer Sicht keinen Sinn zu einer Messe zu gehen. Ohne Messe planen wir auch keine Neuheiten. Sicherlich ist es auch für die gesamte Branche einmal gut und sinnvoll, in der (messebedingten) Produktentwicklung zu entschleunigen. Vielleicht verstärkt sich ja die Erkenntnis, dass weniger Messen für unsere Branche von Vorteil sind.“

David Striegnitz, Geschäftsführer des Webportals KitchenAdvisor, ist noch in der Entscheidungsphase: „Ende letzter Woche waren wir von der Messe noch voll überzeugt. Wenn noch drei weitere wichtige Aussteller absagen, werden wir uns das auch überlegen.“

Eine positive Stimme gibt es hingegen aus dem „Cube“ gegenüber der Area30, wo die Neue Alno GmbH eine ganzjährige Dependance hat. Eine andere Ausgangssituation, wie Geschäftsführer Michael Spadinger feststellt. „Der Showroom in Löhne spielt für uns ohnehin als Ankerpunkt im Norden eine wichtige Rolle, zumal wir hier auch einen Teil des Innendienstes im Backoffice stationiert haben“, so Spadinger. „Und wir haben so viele Neuheiten, alte Zöpfe abgeschnitten und ganz neue Materialien aufgenommen, dass wir eine Menge zeigen können.“ Darüber hinaus wird es auch eine Hausmesse in Pfullendorf geben.

Indes hat Messeveranstalter Trendfairs nun auch ein Hybridkonzept mit digitalen Kommunikationsalternativen vorbereitet.

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