Schieder-Möbel

Weiter nach Osten

Die Schieder-Gruppe orientiert sich weiter Richtung Osten. Wie Firmenchef Rolf Demuth gegenüber der Tageszeitung "Neue Westfälische" in Bielefeld erklärte, will man drei Möbelwerke in Russland bauen: Zunächst ein Polstermöbelwerk für

Die Schieder-Gruppe orientiert sich weiter Richtung Osten. Wie Firmenchef Rolf Demuth gegenüber der Tageszeitung "Neue Westfälische" in Bielefeld erklärte, will man drei Möbelwerke in Russland bauen: Zunächst ein Polstermöbelwerk für 400 Mitarbeiter in Moskau sowie einen Montagebetrieb für Polstermöbel (150 Beschäftigte) in Kaliningrad. In zwei Jahren soll dann ein Werk für Kastenmöbel in Kostrona folgen. Dort – rund 200 km südlich von Moskau – sollen ebenfalls 400 Mitarbeiter beschäftigt werden. In Kostrona wird Schieder sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Spanplatten-Hersteller befinden, der dort ebenfalls neu baut.
Demuth rechnet damit, dass Russland in absehbarer Zeit der größte Absatzmarkt nach dem deutschen sein werde. Mit eigenen Produktionsstandorten hofft man bessere Chancen zu haben, weil die hohen Importzölle vermieden werden.
Auch an anderen Ost-Standorten sind Investitionen geplant. So soll das Werk in Rumänien ausgebaut werden, um die Balkanländer besser bedienen zu können. Außerdem wird eine Polstermöbelfertigung im bosnischen Sarajewo errichtet.
Die Umsatzentwicklung der Schieder-Unternehmen stagnierte im vergangenen Jahr. Mit 1,1 Mrd. Euro ist die Gruppe jedoch nach wie vor Europas größter Möbelanbieter. Ein gutes Drittel seiner Umsätze (33,4 Prozent) erreicht Schieder auf Auslandmärkten, wo – im Gegensatz zum Inlandsmarkt mit minus zwei Prozent – eine 12prozentige Umsatzsteigerung erreicht werden konnte.