BSH-Bilanz

Wechselhaftes Geschäftsjahr “99

Mit einem Umsatz von 10,7 Mrd. DM schloss der Bosch-Siemens-Konzern das Geschäftsjahr 1999 ab. Unter Berücksichtigung erstkonsolidierter Gesellschaften entspricht dieser Wert einer Steigerung von 4%. Verglichen mit dem Konsolidierungskreis des

Mit einem Umsatz von 10,7 Mrd. DM schloss der Bosch-Siemens-Konzern das Geschäftsjahr 1999 ab. Unter Berücksichtigung erstkonsolidierter Gesellschaften entspricht dieser Wert einer Steigerung von 4%. Verglichen mit dem Konsolidierungskreis des Vorjahres verringerte sich der Umsatz allerdings um 0,2%. Hier spiegele sich insbesondere die schwierige Entwicklung im 1. Halbjahr in Deutschland wider, betonte Dr. Herbert Wörner, Vorsitzender der Geschäftsführung, auf der heutigen BSH-Bilanzpressekonferenz in München. Gründe: "Neben der rückläufigen Branchenkonjunktur bekamen wir zu spüren, dass das von uns neu eingeführte Preis- und Konditionensystem, mit dem Ziel, mehr Preiswahrheit und -klarheit zu schaffen sowie dem anhaltenden Preisverfall entgegen zu wirken, nur zögerlich von unseren Handelskunden angenommen wurde." Zum anderen wurde BSH aber von einem unerwartet großen Anklang auf die zur Domotechnica zu 60% erneuerte Produktpalette überrascht. Die daraus generierte Nachfrage konnte nicht zügig genug befriedigt werden. Die Folge: Ein Verlust von Marktanteilen, die im Laufe des Jahres aber wieder auf das 98er Niveau von 35% zurückerobert werden konnten.
Im Gegensatz zur wechselhaften Entwicklung am deutschen Markt verlief das Auslandsgeschäft ausgesprochen positiv. Dank der Erfolge in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den USA und China stieg der Umsatz im Ausland um stolze 10,5%. Was den Auslandsanteil am Konzernumsatz der BSH von 64 auf 68% erhöhte. 50% des Gesamtumsatzes resultieren inzwischen aus Westeuropa (incl. Türkei ohne Deutschland). Weltweit konnte die BSH den Absatz an Großgeräten um annähernd 2% steigern. Dabei lagen alle Produktbereiche über dem Vorjahresniveau. Besonders hoch waren die Steigerungsraten bei Kältegeräten und im Wäschepflegebereich.
Wenngleich das Ergebnis vor Steuern um 44,6% auf 328,5 Mio. DM anstieg, reduzierte sich der Ertrag nach Steuern um 22,2 Mio. auf 111 Mio. DM. Gründe:Die Ergebnisse der ausländischen Tochtergesellschaften seien mit einem effektiven Steueraufwand für Ertragssteuern und Umlagen in Höhe von 145 Mio. DM belastet. Zusätzlich minderten latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von 72 Mio. DM das Steuerergebnis.
BSH blickt optimistisch in die Zukunft, da der Konzern bereits die Umsetzung des Projektes "BSH 2001", das u. a. Kostensenkungen, Erschließungen neuer Geschäftsfelder und den Ausbau der Marktposition beinhaltet, eingeleitet hat.