Apollo-Verband

Wechsel zur MIG

Das Verbandskarussel dreht sich weiter: Nachdem erst vor kurzem DMV, Regent und die Wohngruppe eine Kooperation verkündet hatten, meldet jetzt der Apollo-Verband den geschlossenen Übertritt zur MIG. Der Wechsel der

Das Verbandskarussel dreht sich weiter: Nachdem erst vor kurzem DMV, Regent und die Wohngruppe eine Kooperation verkündet hatten, meldet jetzt der Apollo-Verband den geschlossenen Übertritt zur MIG.
Der Wechsel der fünf verbliebenen Mitglieder des Gronauer SB-Spezialisten mit ihren insgesamt 25 Anschlusshäusern zur Rheinbacher Möbel-Interessen-Gemeinschaft erfolgt bereits zum 1. August. Der Verbands-Name bleibt jedoch bis Jahresende bestehen. "Der Name Apollo verschwindet erst mit dem 1.1.2001 vollständig aus der Verbandswelt", sagte Einkaufsleiter Lothar Hohmann gegenüber der möbel kultur.
Als Grund für die Selbstauflösung des 1989 gegründeten Verbandes, dem zuletzt noch die Unternehmen Brölhorst, Nova, Prima, Voco und Vullhorst angehörten, nannte Hohmann vor allem die zu geringen Umsätze. "Der Aderlass zum Jahresanfang war einfach zu groß", so Hohmann. Schließlich verlor Apollo mit dem Weggang von Peter Pohlmann (Poco, 325 Mio.DM Umsatz) zum Europa-Verband und dem Wechsel von Gründungsmitglied Bernhard Albers (200 Mio. DM) zur Union auf einen Schlag seine zwei ertragstärksten Mitglieder.
Versuche, neue Mitgesellschafter zu finden, scheiterten allesamt, so dass die Gronauer, die 1999 einen Außenumsatz von 920 Mio. DM realisierten, im Konditionen-Poker zusehends schlechte Karten besaßen.
Ausweg war da der Anschluss an einen stärkeren Verband. Zumal die in den vergangenen Monaten immer mal wieder zwecks Zusammenarbeit angefragt hatten. Lothar Hohmann: "Und irgendwann erliegt man eben dem Werben."
Warum nun ausgerechnet die MIG den Zuschlag erhielt, darüber hüllt sich Lothar Hohmann in Schweigen. "Die beiden Verbände passen am besten zueinander", so der Einkaufsleiter kurz und knapp.
Die MIG, die bislang 106 Gesellschafter mit 245 Anschlusshäusern zählte, dürfte mit den Neuzugängen die 1-Milliarden-Grenze beim zentralregulierten Umsatz endgültig hinter sich lassen. 1998 hatte Geschäftsführer Peter Klier jedenfalls einen ZR-Umsatz von knapp 1 Milliarde Mark gemeldet.