Skyline von Shanghai: Vom 14. bis 17. September 2011 findet auf dem Messegelände SNIEC die "Funiture China" statt. (Foto: Sascha Tapken, möbel kultur)

Chancen in China

Was lange währt, wird endlich gut - Deutscher Gemeinschaftsstand auf der "Furniture China" findet statt

Endlich kann auch die deutsche Möbelindustrie in China glänzen. Auf Antrag des VDM (Verband der deutschen Möbelindustrie) realisiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Kooperation mit dem AUMA einen deutschen Gemeinschaftsstand auf der "Furniture China". Die Messe findet vom 14. bis 17. September 2011 in Shanghai statt. Deutsche Unternehmen können an dem Event zu günstigen Konditionen teilnehmen.

Die "Furniture China" hat sich im Rennen mit allen anderen asiatischen Möbelmessen an die Spitze gesetzt. "2011 wird die Messe über 2.000 Aussteller auf 300.000 qm versammeln und damit die weltweit größte Möbelmesse sein", vermeldet selbstbewusst der Veranstalter UBM Sinoexpo, ein britisch-chinesisches Joint Venture.

Eine ganze Halle mit einer Fläche von 10.000 qm bietet den Rahmen für internationale Marken, die in den chinesischen Markt exportieren wollen. In diesem Umfeld wird sich auch der deutsche Gemeinschaftsstand befinden. Deutschland hat in der Messepräsenz in Shanghai Nachholbedarf, denn andere europäische Nationen wie Italien, Frankreich und Spanien sind dort bereits seit mehreren Jahren mit mehreren Unternehmen präsent. Kein Wunder: Das unverändert starke Wachstum der chinesischen Wirtschaft kommt zunehmend dem 1,33 Mrd.-Einwohner-Volk zugute. Löhne und Einkommen wachsen, der Konsum nimmt zu. Die Ausgaben für Möbel steigen in China überproportional. Im zweiten Halbjahr 2010 stieg der private Verbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,2 Prozent (Chinesischen Amtes für Statistik). Dabei verzeichneten die Ausgaben für Möbel sogar einen Anstieg von 38,5 Prozent. Zwischen 2003 und 2008 haben sich die gesamten Möbelimporte Chinas von 550 Mio. auf über 1,1 Mrd. US-Dollar verdoppelt. Vom starken Wachstum konnten insbesondere Anbieter aus den klassischen Möbelländern Japan, den USA, Deutschland und Italien profitieren.

China ist nicht länger nur die Werkbank mit niedrigen Lohnkosten und effizienter Produktion. Zunehmend wird das Reich der Mitte auch als Absatzmarkt ins Visier genommen. Zahlreiche Modelabels haben schon seit langem Geschäfte in den Metropolen und Submetropolen. Adidas basiert seine weltweite Expansionsstrategie wesentlich auf Geschäftseröffnungen in China. Aber auch Natuzzi, Lattoflex oder Poggenpohl verstärken ihr Engagement.

Eine Beteiligung am deutschen Gemeinschaftsstand muss mindestens neun qm betragen. Die Ausschreibung für die Organisation und Durchführung des Events gewann entschied die NürnbergMesse für sich. Ansprechpartner ist Projektleiter Gerhard Hübner, der unter der E-Mail-Adresse gerhard.huebner@nuernbergmesse.de zu erreichen ist. Als deutscher Vertreter der "Furniture China" fungiert der Messeexperte Dr. Geert Böttger (geert.boettger@expoandconsulting.com). Allgemeines Informationsmaterial kann auch direkt beim VDM bei Ursula Geismann unter u.geismann@hdh-ev.de angefordert werden.

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