El Corte Ingles

Warenhausgigant kämpft weiter mit der Konsumflaute in Spanien und Portugal

Der Riese wehrt sich. Mehr als eine Mrd. Euro investierte der größte spanische Einzelhandelskonzern im vergangenen Jahr in zwei neue und die 79 bestehenden Häuser in Spanien und Portugal. Gegen

Der Riese wehrt sich. Mehr als eine Mrd. Euro investierte der größte spanische Einzelhandelskonzern im vergangenen Jahr in zwei neue und die 79 bestehenden Häuser in Spanien und Portugal. Gegen die Konsumflaute auf der iberischen Halbinsel setzte der Konzern verstärkt auf Sonderangebote, die zwar die Marge schmälerten, aber immerhin den Umsatz 2010 leicht über das Vorjahresniveau hievten.
Firmenchef Isidoro Alvarez gab bei der gerade abgehaltenen Aktionärsversammlung einen Umsatz von 16,4 Mrd. Euro zu Protokoll – ein Plus von 0,3 Prozent über dem Vorjahr. Doch der Gewinn brach um 13,5 Prozent auf 319 Mio. Euro ein. Die Kaufhäuser unter dem Label El Corte Ingles, die mit 60 Prozent noch den Löwenanteil des Konzernumsatzes ausmachen, schnitten mit einem Umsatzrückgang von nur 0,4 Prozent noch gut ab. Dafür kamen die Mega-Supermärkte Hipercor und die 24/7-Märkte namens Opencor unter die Räder.
Trotz aller Widrigkeiten ist sich das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung bewusst. 2010 stellte El Corte Ingles sogar 1.147 neue Mitarbeiter ein, sodass nun insgesamt 103.000 Menschen für die Aktiengesellschaft arbeiten. Dass es bis dato noch keine Entlassungen gab, rechnen die Spanier dem Unternehmen hoch an. Auf der Halbinsel ist das 1935 gegründete El Corte Ingles nach wie vor eine Institution.
In Europa liegt das Familienunternehmen weiterhin auf dem ersten Platz unter der größten Warenhausbetreiber. Dahinter folgen Marks & Spencer aus England mit 11,4 Mrd. Euro Umsatz und die französischen Galeries Lafayette mit 5,5 Mrd. Euro Umsatz. Nur im Vergleich mit den amerikanischen Warenhäusern Sears und Macy?s haben die Spanier das Nachsehen.
El Corte Ingles beschränkt sich bis heute auf den Einzelhandel in Spanien und Portugal. Im Zuge der Arcandor-Unruhen wurde auch der spanische Konzern als möglicher Investor ins Spiel gebracht. Doch die spanische Wirtschaftslage verhagelte jegliche Pläne für ein Engagement in Deutschland.