MHK
Wandel in AG
Hans Strothoff (Foto) baut um. Auf der Jahreshauptversammlung verkündete der geschäftsführende Gesellschafter der MHK am Wochenende in Berlin den Wandel der Verbundgruppe in eine Aktiengesellschaft. Kern des neuen Gesellschaftskonzeptes ist
Hans Strothoff (Foto) baut um. Auf der Jahreshauptversammlung verkündete der geschäftsführende Gesellschafter der MHK am Wochenende in Berlin den Wandel der Verbundgruppe in eine Aktiengesellschaft.
Kern des neuen Gesellschaftskonzeptes ist danach die MHK Verbundgruppe AG, die als Management-Holding die Führungs- und Koordinationsaufgaben für die gesamte Unternehmensgruppe wahrnimmt.
Unterhalb der Holding agieren die einzelnen Gesellschaften als wirtschaftlich eigenständige "Profitcenter". Geführt jeweils von einem oder zwei Geschäftsführern, die ab 1.1.2001 mit zehn Prozent am Gesellschafterkapital beteiligt werden sollen. Eine Konstruktion, mit der Hans Strothoff hofft, die "besten Führungskräfte mit höchstmöglicher Motivation zu halten und zu gewinnen."
Er selbst übernimmt in der neugeschaffenen Aktiengesellschaft den Vorstand.
Den Aufsichtsrat leitet Prof. Dr. Günter Olesch, bislang Geschäftfsfüher des Zentralverbandes Deutscher Verbundgruppen.
Mit diesem Umbau der Führungs- und Organisationsstrukturen folgt der MHK-Chef allerdings nicht dem "Wahn des shareholder value". Ein Börsengang oder der Verkauf der Verbundgruppe stehen nicht zur Diskussion. Ziel ist es vielmehr, die Wettbewerbsfähigkeit der Verbundgruppe zu stärken, konsequent auszubauen und langfristig zu sichern. "Mein Lebenswerk soll auf Dauer erhalten bleiben", umschreibt Strothoff den persönlichen Hintergrund der strategisch-organisatorischen Neuausrichtung.
Für den Bestand der MHK sorgt außerdem die Schaffung einer gemeinnützigen Stiftung, in die nach Strothoffs Tod dessen Gesellschafteranteile einfließen. So wird verhindert, dass das Unternehmen als Ganzes oder in Teilen verkauft werden kann.
Mit dem Stiftungsvermögen – gespeist aus der Erträgen der AG – sollen dann gemeinnützige Projekte in den unterschiedlichsten Bereichen gefördert werden.
Außer der Zukunftskonzeption gab es auf der Jubiläumsveranstaltung – die Verbundgruppe feierte ihr 20-jähriges Bestehen – auch einen Rückblick. Und der fiel zumindest für 1999 weniger erfreulich aus. Im vergangenen Jahr konnte die Vertriebsgesellschaft ihren Außenumsatz lediglich um 0,4 Prozent auf 2,83 Mrd. DM steigern. Wobei dieses Wachstum ausschließlich auf Zuwächsen im Ausland beruhte. In Deutschland sank der Umsatz um 2,23 Prozent. Erfreulicher dagegen die Mitgliederentwicklung: Die Zahl der Mitgliedsfirmen stieg von 1.161 auf mittlerweile 1.255.

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