BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
Wächst 2000 um 14,5 Prozent
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München, konnte sich im vergangenen Jahr deutlich besser behaupten als der Wettbewerb. Entgegen der negativen Marktentwicklung im zweiten Halbjahr setzte der Konzern seine
Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München, konnte sich im vergangenen Jahr deutlich besser behaupten als der Wettbewerb. Entgegen der negativen Marktentwicklung im zweiten Halbjahr setzte der Konzern seine Ertragsverbesserung fort. Der Umsatz erhöhte sich im Jahr 2000 um 14,5 Prozent auf insgesamt 12,278 Mrd. DM. Erstmals drang die BSH Ende 2000 auf die Weltposition Nummer drei der Hausgerätehersteller vor.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet begründete das außerordentlich erfolgreiche Jahr mit konsequentem, erfolgreichem Kostenmanagement und der Fähigkeit der BSH, Märkte mit innovativen Produkten zu gestalten.
Die Entwicklung der Hausgerätebranche ist im vergangenen Jahr in den einzelnen Regionen unterschiedlich verlaufen. Während sich Deutschland nach einem guten ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte mit einem Einbruch des Marktes konfrontiert sah und das Wachstum deshalb insgesamt nur bei 3,4 Prozent lag, verlief die Branchenkonjunktur in den übrigen Industrieländern Westeuropas weiterhin auf hohem Niveau – mit Umsatz-Wachstumsraten von z. B. 9 Prozent in Großbritannien und 7 Prozent in Spanien.
In den osteuropäischen Ländern schlugen sich die gestiegenen Realeinkommen und der erhöhte private Konsum indes nicht in der Hausgeräte-Nachfrage nieder. In den USA nahm der private Ver-brauch über 5 Prozent zu und sorgte für hohe Wachstumsraten in
der Hausgeräteindustrie.
Die BSH erhöhte in Deutschland die Marktführerschaft des Konzerns bei Großgeräten auf einen Anteil von 35 Prozent. Damit ist die Marktposition der BSH im Vergleich zu 1999 (+1,8%) weiter ausgebaut. Auch im europäischen Ausland wurden mit Zuwächsen von 8,7 Prozent überdurchschnittliche Erfolge mit zum Teil zweistelligen Zuwachsraten erzielt und nochmals Marktanteile hinzugewonnen.
2001 verlief bislang jedoch nicht ganz so erfreulich: Im ersten Quartal musste auch die BSH aufgrund der insgesamt angespannten wirtschaftlichen Entwicklung (Wert: -7,3%; Menge: -5,9%) umsatzmäßig ein leichtes Minus hinnehmen. Wertmäßig konnte der Konzern jedoch weiter zulegen und über 1 Prozent Marktanteil dazugewinnen. Für den weiteren Verlauf gibt sich Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet "verhalten zuversichtlich". Doch : "Wir sind uns sehr wohl darüber klar, dass der Weltmarkt sich noch zunehmend schwieriger gestalten wird. Um uns in dieser Situation weiterhin zu behaupten, wird es deshalb erheblicher Anstrengungen bedürfen, wenn wir die hohen Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen wollen."

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